Recht
In welchen Ländern ist der Fliegenpilz legal? Rechtslage weltweit
Kurz gesagt
In den meisten Ländern, deren Recht wir prüfen konnten, ist der Fliegenpilz nicht als Droge kontrolliert, auch in Deutschland, Österreich und den USA. Als Droge kontrolliert sind er oder seine Wirkstoffe Muscimol und Ibotensäure in 14 Ländern, darunter die Niederlande, die Schweiz, Frankreich, Schweden, Polen, Australien, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. In 8 weiteren, etwa Großbritannien, Spanien und Singapur, ist der Verkauf zum Konsum verboten.
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Was die Farben bedeuten
Als Droge kontrolliert heißt: Der Pilz selbst oder einer seiner Wirkstoffe steht in den Listen des jeweiligen Betäubungsmittelrechts. Die meisten dieser Länder listen nicht den Pilz, sondern den Wirkstoff Muscimol, manche zusätzlich die Ibotensäure. Die Niederlande, Rumänien, die Republik Moldau, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate nennen den Pilz selbst. Ob der getrocknete Pilz erfasst ist, wenn nur der Wirkstoff gelistet ist, regeln die Länder unterschiedlich. Frankreich äußert sich dazu nicht.
Verkauf zum Konsum verboten heißt: Der Pilz steht nicht in der Drogenliste, aber ein anderes Gesetz verbietet seinen Verkauf. Meist ist das ein Gesetz über neue psychoaktive Stoffe, das alles verbietet, was berauschend wirkt und nicht ausdrücklich erlaubt ist, so in Großbritannien, Irland und Singapur. Neuseeland erlaubt den Verkauf psychoaktiver Stoffe nur für zugelassene Produkte. Portugal nennt Amanita muscaria in seiner Liste neuer psychoaktiver Stoffe ausdrücklich. Spanien verbietet den Verkauf von Fliegenpilz und Pantherpilz an die Öffentlichkeit seit 2004 über eine Liste giftiger Pflanzen. In Jordanien bestraft das Drogengesetz auch nicht gelistete Stoffe, wenn sie zur Berauschung oder zum Handel dienen, in Tansania den Umgang mit nicht gelisteten Stoffen, deren drogenähnliche Wirkung nachgewiesen ist. In Singapur, Jordanien und Tansania ist dabei auch der Besitz strafbar.
Nicht als Droge kontrolliert heißt nur, dass weder der Pilz noch seine Wirkstoffe in den Drogenlisten stehen, die wir im Wortlaut geprüft haben. Als Lebensmittel verkaufen darf man den Fliegenpilz deshalb noch lange nicht. In Deutschland hat das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart Fliegenpilz-Kapseln als nicht sicheres Lebensmittel beurteilt, in den USA hat die Lebensmittelbehörde FDA im Dezember 2024 festgestellt, dass Fliegenpilz und seine Inhaltsstoffe in Lebensmitteln nicht zugelassen sind.
Unklar heißt: Wir haben keine amtliche Quelle gefunden, die die Frage beantwortet, oder die Listen waren nicht öffentlich abrufbar. Wir tragen kein Land als erlaubt ein, nur weil wir kein Verbot gefunden haben. Unklar sind auch Länder, deren Drogengesetz neben der Liste eine allgemeine Klausel enthält, etwa für „halluzinogene Pilze“ oder für Stoffe „mit ähnlicher Wirkung“, wenn keine Behörde gesagt hat, ob der Fliegenpilz darunter fällt. Das betrifft zum Beispiel Lettland, Mexiko, Chile und Peru.
Warum es kein weltweites Verbot gibt
Die internationalen Drogenverbote stützen sich auf zwei UN-Abkommen, das Einheitsabkommen über Suchtstoffe von 1961 und das Übereinkommen über psychotrope Stoffe von 1971. Ihre Listen führen Psilocybin und Psilocin aus den Zauberpilzen, aber weder den Fliegenpilz noch Muscimol oder Ibotensäure. Viele Staaten übernehmen in ihre Gesetze nur diese UN-Listen. Dort ist der Fliegenpilz deshalb nicht kontrolliert, solange das Land nicht eigens etwas beschließt.
Genau das tun seit einigen Jahren immer mehr Staaten. Der Auslöser ist überall ähnlich: Muscimol tauchte in Fruchtgummis, Schokolade, Vapes und Kapseln auf, und Giftnotrufe meldeten Vergiftungen, auch bei Kindern. Die schwedische Regierung nennt Süßigkeiten und E-Zigaretten ausdrücklich, die französische Arzneimittelbehörde ANSM Süßigkeiten, Schokolade, E-Liquids und Harze.
Welche Länder ihre Regeln zuletzt verschärft haben
| Land | seit | Was gilt |
|---|---|---|
| Australien | 1. Februar 2024 | Ibotensäure zusätzlich zu Muscimol in Schedule 9 (verbotene Stoffe) |
| Singapur | 1. Juni 2024 | Pauschalverbot psychoaktiver Stoffe, die nicht ausdrücklich ausgenommen sind |
| USA (Bundesebene) | 18. Dezember 2024 | FDA: Fliegenpilz und seine Inhaltsstoffe in Lebensmitteln nicht zugelassen |
| Litauen | 1. Januar 2025 | Muscimol und Ibotensäure auf der Liste der Betäubungsmittel |
| Schweiz | 15. Mai 2025 | Muscimol im Verzeichnis a der Betäubungsmittelverzeichnisverordnung |
| Liechtenstein | 15. Mai 2025 | Muscimol in der Betäubungsmittelverordnung |
| Polen | 22. Mai 2025 | Muscimol und Ibotensäure auf der Liste neuer psychoaktiver Substanzen |
| USA (Louisiana) | 1. August 2025 | Verbot von Produkten zum Verzehr mit Muscimol oder Ibotensäure |
| Schweden | 30. Dezember 2025 | Muscimol als Narkotikum eingestuft |
| Frankreich | 11. Juli 2026 | Muscimol und Ibotensäure als psychotrope Stoffe verboten |
| Monaco | Erlass vom 30. Juli 2026 | Muscimol und Ibotensäure auf der Liste psychotroper Stoffe |
In der Republik Moldau stehen Fliegenpilz und Pantherpilz schon im geltenden Recht, ein Regierungsentwurf von 2026 würde zusätzlich Muscimol und Ibotensäure aufnehmen. Gescheitert sind dagegen 2025 Gesetzentwürfe in den US-Bundesstaaten Utah und Texas.
Deutschland, Österreich und die Schweiz
Deutschland: Weder der Fliegenpilz noch Muscimol oder Ibotensäure stehen im Betäubungsmittelgesetz oder im Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz. Besitz ist nicht strafbar. Streng ist das Lebensmittelrecht: Produkte zum Verzehr sind nicht verkehrsfähig. Die Einzelheiten stehen im Artikel Ist der Fliegenpilz legal in Deutschland?
Österreich: Die Stoffe stehen weder in der Suchtgiftverordnung noch in der Verordnung über neue psychoaktive Substanzen, auch nach der Änderung vom Juli 2026 nicht. Es gilt das EU-Lebensmittelrecht.
Schweiz: Seit dem 15. Mai 2025 ist Muscimol ein kontrollierter Stoff. Ausgenommen sind nur industrielle und wissenschaftliche Verwendung, der private Gebrauch nicht.
Außerhalb Europas
USA: Auf Bundesebene steht der Fliegenpilz in keiner Liste des Controlled Substances Act. Die FDA hat im Dezember 2024 aber festgestellt, dass Amanita muscaria, seine Extrakte, Muscimol, Ibotensäure und Muscarin in herkömmlichen Lebensmitteln nicht zugelassen sind. Louisiana verbietet Produkte zum Verzehr mit dem Pilz seit 2005 und mit Muscimol oder Ibotensäure seit dem 1. August 2025. Kanada führt die Stoffe in keiner Liste des Controlled Drugs and Substances Act.
Australien und Neuseeland: Australien verbietet Muscimol und Ibotensäure als Stoffe der Schedule 9 des Poisons Standard. In Neuseeland stehen sie nicht im Betäubungsmittelgesetz, dort dürfen psychoaktive Produkte nach dem Psychoactive Substances Act 2013 aber nur mit Zulassung verkauft werden. Der gemeinsame Lebensmittelstandard beider Länder verbietet Amanita-Arten als Lebensmittel.
Golfstaaten: Die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien nennen Amanita muscaria in ihren Drogentabellen ausdrücklich. Wer dorthin reist, sollte keine Fliegenpilz-Produkte im Gepäck haben.
Asien: Singapur verbietet seit Juni 2024 psychoaktive Stoffe pauschal, sofern sie nicht ausdrücklich ausgenommen sind, und bestraft auch Besitz und Konsum. In Japan, Thailand, Indien, Indonesien, Hongkong und auf den Philippinen stehen die Stoffe in keiner Drogenliste. In Russland sind sie ebenfalls nicht gelistet, dort verbietet aber das Lebensmittelrecht der Eurasischen Wirtschaftsunion giftige Pilze in Nahrungsergänzungsmitteln.
Alle Länder im Überblick
Die Tabelle enthält für jedes Land die Einordnung und, soweit wir sie belegen konnten, die Rechtsgrundlage und die Quellen, nach Regionen sortiert. Ein Klick auf die Region klappt sie auf.
Europa 47 Länder: 10 als droge kontrolliert, 4 verkauf zum konsum verboten, 17 nicht als droge kontrolliert, 16 unklar
| Land | Einordnung | Was gilt | Quelle |
|---|---|---|---|
| Albanien | Unklar | Im albanischen Betäubungsmittelgesetz Nr. 7975 kommen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure in den Tabellen I bis III (Stand der Änderung von 2006) nicht vor, und ein pauschales Verbot neuer psychoaktiver Stoffe enthält es nicht. Das Gesundheitsministerium darf die Tabellen ändern; ob es das seit 2006 getan hat, konnten wir nicht prüfen. Rechtsgrundlage: Gesetz Nr. 7975 vom 26. Juli 1995 über Betäubungsmittel und psychotrope Stoffe (Ligji Nr. 7975 „Për barnat narkotike dhe lëndët psikotrope“), Tabellen I bis III, Stand 2006; Gesetz Nr. 8750 vom 26. März 2001, Art. 2 Abs. 7 |
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| Andorra | Unklar | Andorra ist dem UN-Einheits-Übereinkommen über Suchtstoffe von 1961 beigetreten (Amtsblatt BOPA vom 21. Januar 2009). Eine eigene andorranische Liste über die UN-Listen hinaus oder eine Regel zu Fliegenpilz, Muscimol oder Ibotensäure haben wir nicht gefunden, deshalb bleibt die Einstufung offen. Rechtsgrundlage: Billigung des Beitritts zum Einheits-Übereinkommen über Suchtstoffe von 1961 in der Fassung des Protokolls von 1972 (BOPA Nr. 4 vom 21. Januar 2009) | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Belarus | Unklar | Laut einem Fachbeitrag der Akademie des belarussischen Innenministeriums (2024) stehen Fliegenpilze nicht auf der Betäubungsmittelliste, und seit dem 16. August 2023 sind Lebensmittel mit Fliegenpilz und verwandten Amanita-Arten verboten. Die Liste selbst konnten wir nicht prüfen; ein bei der Suche nach Muscimol gefundener Beschluss des Gesundheitsministeriums Nr. 122/2024 war nicht lesbar, also ist eine Listung nicht ausgeschlossen. | Beleg: Sekundärquelle |
| Belgien | Unklar | Die Stofflisten des belgischen Königlichen Erlasses vom 6. September 2017 über Betäubungsmittel und psychotrope Stoffe liegen amtlich nur als Bild vor und waren für uns nicht lesbar. In den lesbaren Änderungserlassen von 2022 bis Juni 2026 kommen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht vor; der Erlass vom 24. April 2024 fasst die Pilzzeile neu und erfasst darin nur psilocin- oder psilocybinhaltige Pilze. Rechtsgrundlage: Königlicher Erlass vom 6. September 2017 zur Regelung der Betäubungsmittel und psychotropen Stoffe (Belgisches Staatsblatt vom 26. September 2017), konsolidiert bis 23. Juni 2026; Änderungserlasse von 2022 bis 2026, darunter vom 24. April 2024 |
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| Bosnien und Herzegowina | Unklar | In Bosnien und Herzegowina beschließt der Ministerrat die gesamtstaatliche Liste der Betäubungsmittel, psychotropen Stoffe und Drogenpflanzen; eine Änderung von Ende Dezember 2025 betraf laut Berichten nur Cannabis. Die vollständige Liste war für uns nicht abrufbar, deshalb ist offen, ob Fliegenpilz, Muscimol oder Ibotensäure darauf stehen. |
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| Bulgarien | Nicht als Droge kontrolliert | In Bulgarien stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure in keiner der drei Betäubungsmittellisten (konsolidierte Fassung vom 13. Mai 2025). Neue psychoaktive Stoffe werden dort einzeln aufgenommen, eine allgemeine Analogklausel gibt es nicht, und eine Aufnahme dieser Stoffe haben wir nicht gefunden. Rechtsgrundlage: Verordnung über die Einstufung von Pflanzen und Stoffen als Betäubungsmittel (Наредба за реда за класифициране на растенията и веществата като наркотични, 2011), Anhänge 1 bis 3, Stand 13. Mai 2025 | Beleg: amtliche Quelle |
| Dänemark | Nicht als Droge kontrolliert | In Dänemark stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den Listen A bis E der Verordnung über euphorisierende Stoffe; als Pilze sind dort nur psilocybinhaltige Arten genannt. Geprüft ist die Fassung vom 26. März 2026. Rechtsgrundlage: Verordnung über euphorisierende Stoffe (Bekendtgørelse om euforiserende stoffer, BEK nr. 405 vom 26. März 2026, in Kraft seit 29. März 2026), Listen A bis E | Beleg: amtliche Quelle |
| Deutschland | Nicht als Droge kontrolliert | In Deutschland stehen weder der Fliegenpilz noch Muscimol oder Ibotensäure in den Anlagen des Betäubungsmittelgesetzes oder des Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetzes. Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart hat Fliegenpilz-Kapseln als nicht sicheres Lebensmittel beurteilt, das BfR warnt vor muscimolhaltigen Fruchtgummis. Rechtsgrundlage: Betäubungsmittelgesetz (BtMG), Anlagen I bis III; Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG), Anlage 1; Lebensmittelrecht der EU |
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| Estland | Nicht als Droge kontrolliert | In Estland stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den Listen I bis VI der Betäubungsmittel und psychotropen Stoffe; als Pilze sind dort nur psilocin- und psilocybinhaltige Arten genannt. Geprüft ist die Fassung vom 6. August 2026. Rechtsgrundlage: Verordnung des Sozialministers Nr. 73 vom 18. Mai 2005, Anlage 1 (Listen I bis VI), in der Fassung der Verordnung Nr. 33 vom 6. August 2026 | Beleg: amtliche Quelle |
| Färöer | Nicht als Droge kontrolliert | Auf den Färöern gilt eine eigene dänische Bekanntmachung über euphorisierende Stoffe vom 31. Januar 2025, in Kraft seit 15. Februar 2025. Ihre Listen A bis E nennen weder den Fliegenpilz noch Muscimol oder Ibotensäure, an Pilzen sind nur psilocin- oder psilocybinhaltige Arten erfasst, und ein pauschales Verbot neuer psychoaktiver Stoffe enthält sie nicht. Rechtsgrundlage: Bekanntmachung für die Färöer über euphorisierende Stoffe (Bekendtgørelse for Færøerne om euforiserende stoffer, BEK nr. 90 vom 31. Januar 2025), Bilag 1 mit den Listen A bis E |
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| Finnland | Nicht als Droge kontrolliert | In Finnland stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure weder in der Betäubungsmittelverordnung noch in der Liste der vom Verbrauchermarkt verbotenen psychoaktiven Stoffe, geprüft in den Fassungen ab 10. Juli 2026. Ein pauschales Verbot neuer psychoaktiver Stoffe gibt es nicht; laut Sozial- und Gesundheitsministerium ist ein neuer Stoff nach dem Betäubungsmittelgesetz legal, solange er nicht eigens verboten wird. Rechtsgrundlage: Regierungsverordnung über Betäubungsmittel (543/2008), Anhänge I bis IV, zuletzt geändert durch 651/2026; Verordnung über vom Verbrauchermarkt verbotene psychoaktive Stoffe (1130/2014), Anhang in der Fassung 650/2026 |
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| Frankreich | Als Droge kontrolliert seit 11. Juli 2026 | In Frankreich hat die Arzneimittelbehörde ANSM Muscimol und Ibotensäure als psychotrope Stoffe eingestuft; Herstellung, Verkauf und Gebrauch sind seit dem 11. Juli 2026 verboten. Zum getrockneten Pilz selbst äußert sich die ANSM nicht. Rechtsgrundlage: Entscheidung der ANSM vom 2. Juli 2026 zur Änderung des Arrêté vom 22. Februar 1990 (Liste der psychotropen Stoffe); Art. L. 5132-7 Code de la santé publique | Beleg: amtliche Quelle |
| Griechenland | Unklar | Die griechische Lebensmittelbehörde EFET hat am 10. Februar 2026 Muscimol-Fruchtgummis als nicht sichere Lebensmittel zurückrufen lassen. In den Stofftabellen des Betäubungsmittelrechts stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure in der von uns gelesenen Fassung nicht; ob spätere Ministerialbeschlüsse sie ergänzt haben, etwa in der aktualisierten Gesamtliste vom März 2025, konnten wir nicht prüfen. Rechtsgrundlage: Betäubungsmittelgesetzbuch (Κώδικας Νόμων για τα Ναρκωτικά, Ν. 3459/2006), Art. 1 Abs. 2 mit den Tabellen Α bis Δ, fortgeltend nach Ν. 4139/2013 |
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| Irland | Verkauf zum Konsum verboten seit 2010 | In Irland verbietet das Gesetz über psychoaktive Stoffe von 2010 Verkauf, Ein- und Ausfuhr psychoaktiver Stoffe zum menschlichen Konsum und erfasst dabei ausdrücklich auch Pilze. Der Besitz wird nach diesem Gesetz nicht bestraft. Rechtsgrundlage: Gesetz über psychoaktive Stoffe (Criminal Justice (Psychoactive Substances) Act 2010), s. 1 und s. 3 |
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| Island | Nicht als Droge kontrolliert | In Island stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den Anlagen der Betäubungsmittelverordnung, geprüft in der Fassung vom 9. August 2025. Rechtsgrundlage: Verordnung über Sucht- und Betäubungsmittel (Reglugerð nr. 233/2001), Anlagen, zuletzt geändert am 9. August 2025 | Beleg: amtliche Quelle |
| Italien | Unklar | Laut einer undatierten Übersicht des Istituto Superiore di Sanità stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den Tabellen des Betäubungsmittelgesetzes, und die vier Änderungen vom März und April 2026 nehmen sie nicht auf; die aktuelle Gesamtfassung haben wir nicht im Wortlaut geprüft. Als Speisepilz darf der Fliegenpilz nicht verkauft werden, weil er nicht in der Artenliste des DPR 376/1995 steht. Rechtsgrundlage: Ministerialdekrete vom 3. und 12. März sowie 2. und 28. April 2026 zu den Tabellen nach Art. 14 des DPR 309/1990 (Testo unico stupefacenti); DPR 14. Juli 1995, Nr. 376 (Handel mit Pilzen), Art. 4 und Anlage I |
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| Kosovo | Unklar | In den Tabellen I bis IV im Anhang des kosovarischen Gesetzes Nr. 02/L-128 über Betäubungsmittel, psychotrope Stoffe und Ausgangsstoffe von 2008 kommen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht vor. Das Gesetz unterstellt aber auch Analoga seinen Regeln, also nicht gelistete Stoffe mit ähnlicher Struktur und Wirkung wie gelistete; ob die Regierung die Tabellen seit 2008 ergänzt hat, konnten wir nicht prüfen. Rechtsgrundlage: Gesetz Nr. 02/L-128 über Betäubungsmittel, psychotrope Stoffe und Ausgangsstoffe (Law No. 02/L-128 on Narcotic Medicaments, Psychotropes and Precursors, Amtsblatt Nr. 35 vom 15. August 2008), Art. 2, 9 und 10, Tabellen I bis IV |
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| Kroatien | Nicht als Droge kontrolliert | In Kroatien stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in der Drogenliste von 2023, auch nicht nach ihrer Änderung vom Dezember 2024. Ein Ergänzungsentwurf vom Juli 2026 betrifft nur drei synthetische Cathinone. Rechtsgrundlage: Liste der Drogen, psychotropen Stoffe und Pflanzen, aus denen Drogen gewonnen werden können (Popis droga, psihotropnih tvari i biljaka …, NN 19/2023), geändert durch NN 154/2024 |
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| Lettland | Unklar | In Lettland stehen die kontrollierten Stoffe in Anlage 2 des Gesetzes über Inkrafttreten und Anwendung des Strafgesetzes (Stand Oktober 2026). Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure fehlen dort, genannt sind aber pauschal „halucinogēnās sēnes“ (halluzinogene Pilze). Ob der Fliegenpilz darunter fällt, regelt das Gesetz nicht; die Arzneimittelagentur schrieb ihm 2016 eine halluzinogene Wirkung zu, ließ die Rechtsfolge aber offen. Rechtsgrundlage: Gesetz über Inkrafttreten und Anwendung des Strafgesetzes (Likums „Par Krimināllikuma spēkā stāšanās un piemērošanas kārtību“), Anlage 2 Abschnitt 10 Nr. 7; Gesetz über den legalen Verkehr mit Betäubungsmitteln, § 3 Abs. 2 |
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| Liechtenstein | Als Droge kontrolliert seit 15. Mai 2025 | In Liechtenstein steht Muscimol seit dem 15. Mai 2025 im Verzeichnis a der Betäubungsmittelverordnung; ausgenommen sind die industrielle und wissenschaftliche Verwendung, ausdrücklich nicht der private Gebrauch. Rechtsgrundlage: Verordnung vom 29. April 2025 über die Abänderung der Betäubungsmittelverordnung (LGBl. 2025 Nr. 272) | Beleg: amtliche Quelle |
| Litauen | Als Droge kontrolliert seit 1. Januar 2025 | Seit dem 1. Januar 2025 stehen Muscimol und Ibotensäure auf der litauischen Liste der Betäubungsmittel und psychotropen Stoffe; damit können Besitz und Verkauf von Fliegenpilzen und Produkten daraus strafbar sein, außer in Arzneimitteln. Den amtlichen Text der Anordnung vom 31. Dezember 2024 konnten wir nicht abrufen; die Angaben stützen sich auf eine Fachpublikation und Presseberichte mit Zitaten der Drogenkontrollbehörde. Rechtsgrundlage: Gesetz Nr. VIII-602 über die Kontrolle von Betäubungsmitteln und psychotropen Stoffen (Rahmengesetz, nennt keine Einzelstoffe) |
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| Luxemburg | Unklar | Zwei Änderungsentwürfe der luxemburgischen Regierung zu den Listen der Betäubungsmittel und psychotropen Stoffe, zu denen der Staatsrat am 18. November 2025 und am 9. Juni 2026 Stellung genommen hat, nennen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht, auch nicht in den beigefügten koordinierten Texten. Die geltenden Listen konnten wir nicht vollständig im Wortlaut prüfen, deshalb bleibt die Einstufung offen. Rechtsgrundlage: Entwürfe zur Änderung der großherzoglichen Verordnungen vom 26. März 1974 (Liste der Betäubungsmittel), vom 20. März 1974 (psychotrope Stoffe) und vom 6. Februar 1997, mit Auszügen der koordinierten Texte |
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| Malta | Nicht als Droge kontrolliert | In Malta stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure weder in den Anhängen der Dangerous Drugs Ordinance (Fassung vom 6. Juni 2025) noch in der Liste psychotroper Stoffe der Medical and Kindred Professions Ordinance (Fassung vom 20. Februar 2026). Beide Gesetze definieren zwar „new psychoactive substances“, verbieten sie aber nicht pauschal; die Verbote knüpfen an die gelisteten Stoffe an. Rechtsgrundlage: Verordnung über gefährliche Drogen (Dangerous Drugs Ordinance, Cap. 101, Fassung vom 6. Juni 2025), Art. 2 und First Schedule; Medical and Kindred Professions Ordinance (Cap. 31, Fassung vom 20. Februar 2026), Art. 118A und Third Schedule |
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| Moldau | Als Droge kontrolliert | In Moldau stehen Amanita muscaria und Amanita pantherina in der geltenden Regierungsverordnung 1088/2004 (Stand 2023) in Tabelle 1, Liste 2, also bei den psychotropen Stoffen ohne medizinische Verwendung. Ein Regierungsentwurf von 2026 für die neuen Tabellen nach dem Gesetz 201/2025 führt den Pilz, Muscimol und Ibotensäure weiter als national kontrollierte Stoffe. Rechtsgrundlage: Regierungsverordnung Nr. 1088 vom 5. Oktober 2004 über die Tabellen kontrollierter Betäubungsmittel, psychotroper Stoffe und Vorläuferstoffe (HG nr. 1088/2004), Tabelle 1 Liste 2, Stand 2023 |
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| Monaco | Als Droge kontrolliert seit 8. August 2026 | Monaco hat Muscimol und Ibotensäure mit dem Ministerialerlass Nr. 2026-435 vom 30. Juli 2026 in die Liste der psychotropen Stoffe aufgenommen, veröffentlicht im Journal de Monaco vom 7. August 2026. Erfasst sind die Stoffe, ihre Salze und Zubereitungen, die sie enthalten; der Fliegenpilz selbst wird nicht genannt. Rechtsgrundlage: Ministerialerlass Nr. 2020-359 vom 7. Mai 2020 über die Liste der psychotropen Stoffe (Arrêté ministériel n° 2020-359), Anhang dritter Teil, geändert durch Arrêté ministériel n° 2026-435 vom 30. Juli 2026 (Journal de Monaco Nr. 8811) |
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| Montenegro | Unklar | In Montenegro gilt als Droge, was auf der amtlichen Liste der Drogen, psychotropen Stoffe und Pflanzen steht; so definiert es eine Durchführungsverordnung vom 27. Februar 2025. Die Liste selbst war für uns nicht abrufbar, deshalb ist offen, ob Fliegenpilz, Muscimol oder Ibotensäure darauf stehen. Rechtsgrundlage: Änderungsverordnung des Innenministeriums vom 27. Februar 2025 (Nr. 070/25-8089) nach Art. 25a des Gesetzes über die Verhinderung des Drogenmissbrauchs, Art. 1a | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Niederlande | Als Droge kontrolliert seit 1. Dezember 2008 | In den Niederlanden stehen Amanita muscaria und Amanita pantherina als Pilze, die von Natur aus Muscimol und Ibotensäure enthalten, auf Liste II des Opiumgesetzes. Besitz und Handel sind damit verboten. Rechtsgrundlage: Opiumgesetz (Opiumwet), Liste II, geändert durch Beschluss vom 17. November 2008 (Staatsblad 2008, 486) | Beleg: amtliche Quelle |
| Nordmazedonien | Unklar | In Nordmazedonien legt der Gesundheitsminister die Listen I bis IV der Betäubungsmittel und psychotropen Stoffe fest und kann auf Vorschlag einer interministeriellen Kommission weitere Stoffe oder Pflanzen aufnehmen. Die geltenden Listen waren für uns nicht abrufbar, deshalb ist offen, ob Fliegenpilz, Muscimol oder Ibotensäure darauf stehen. Rechtsgrundlage: Gesetz über die Kontrolle von Betäubungsmitteln und psychotropen Stoffen (Закон за контрола на опојни дроги и психотропни супстанции, Службен весник 103/08, konsolidiert bis 193/17), Art. 3 Nr. 7 und Art. 21 | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Norwegen | Nicht als Droge kontrolliert | In Norwegen stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in der Narkotikaliste (Stand 1. September 2026); als Pilze sind nur psilocybin- oder psilocinhaltige Arten erfasst, und ein pauschales Verbot neuer psychoaktiver Stoffe gibt es nicht. Nach einer Auskunft des Informationsdienstes RUSinfo von 2022 kann der Verkauf zum Verzehr aber gegen das Lebensmittelgesetz verstoßen, weil der Pilz giftig ist. Rechtsgrundlage: Narkotikaverordnung (Forskrift om narkotika, FOR-2013-02-14-199), §§ 3 bis 5 und Narkotikaliste in Kapittel 1, zuletzt geändert durch FOR-2026-08-26-1682 (in Kraft seit 1. September 2026) |
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| Österreich | Nicht als Droge kontrolliert | In Österreich stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure weder in Anhang V der Suchtgiftverordnung noch in der Neue-Psychoaktive-Substanzen-Verordnung, auch nicht nach der Novelle vom 10. Juli 2026. Für Lebensmittel gilt das EU-Lebensmittelrecht. Rechtsgrundlage: Suchtmittelgesetz mit Suchtgiftverordnung (BGBl. II Nr. 374/1997, zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 180/2026); Neue-Psychoaktive-Substanzen-Gesetz mit Verordnung (NPSG, NPSV, BGBl. II Nr. 468/2011 i. d. F. BGBl. II Nr. 286/2016) |
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| Polen | Als Droge kontrolliert seit 22. Mai 2025 | In Polen stehen Muscimol und Ibotensäure seit dem 22. Mai 2025 auf der Liste neuer psychoaktiver Substanzen; ihr Besitz ist strafbar. Den Pilz selbst nennt die Verordnung nicht. Rechtsgrundlage: Verordnung des Gesundheitsministers vom 30. April 2025 (Dz.U. 2025 poz. 598), Anlage 3 Teil 1 Nr. 65 und 66 (neue psychoaktive Substanzen) | Beleg: amtliche Quelle |
| Portugal | Verkauf zum Konsum verboten seit 18. April 2013 | In Portugal steht Amanita muscaria mit Muscimol und Ibotensäure auf der Liste neuer psychoaktiver Substanzen; Herstellung, Handel, Werbung und Bereithalten sind als Ordnungswidrigkeit mit Bußgeld belegt. Der Besitz zum Eigenkonsum fällt unter das Entkriminalisierungsgesetz 30/2000. Rechtsgrundlage: Gesetzesdekret 54/2013 über neue psychoaktive Substanzen (Decreto-Lei 54/2013), Art. 4 und 10, mit der Liste in Portaria 154/2013 vom 17. April 2013, Nr. 146 | Beleg: amtliche Quelle |
| Rumänien | Als Droge kontrolliert seit 15. Februar 2010 | In Rumänien stehen Amanita muscaria, Amanita pantherina, Muscimol und Ibotensäure in Tabelle III des Drogengesetzes 143/2000, der Liste der sogenannten Risikodrogen; unerlaubter Handel wird mit drei bis zehn Jahren Freiheitsstrafe bestraft. Die beiden Pilzarten kamen im Februar 2010 per Eilverordnung auf die Liste. Rechtsgrundlage: Gesetz Nr. 143/2000 zur Verhütung und Bekämpfung des illegalen Drogenhandels und -konsums (Legea nr. 143/2000), Anhang Tabelle III, konsolidiert bis Gesetz 30/2025 |
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| Russland | Nicht als Droge kontrolliert | In Russland stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den Betäubungsmittellisten (Stand 11. Juni 2025); das Verzeichnis der Drogenpflanzen und -pilze nennt nur psilocybin- und psilocinhaltige Pilze. Das Lebensmittelrecht der Eurasischen Wirtschaftsunion verbietet giftige Großpilze in Nahrungsergänzungsmitteln; seit 2022 lassen Rospotrebnadsor und Gerichte deshalb Online-Angebote mit Fliegenpilz sperren. Rechtsgrundlage: Regierungsverordnung Nr. 681 vom 30. Juni 1998 (Listen I bis IV der kontrollierten Stoffe), Stand 11. Juni 2025; Regierungsverordnung Nr. 934 vom 27. November 2010 (Pflanzen und Pilze), Stand 2024; TR TS 021/2011, Anhang 7 Abschnitt 1.8 |
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| San Marino | Unklar | San Marino führt eigene Stofftabellen: Das Gesetz Nr. 32 vom 7. März 1988 enthält in Art. 11 eine Drogentabelle, die per Regentschaftsdekret aktualisiert werden kann, und verweist nicht auf die italienischen Tabellen. Darin kommen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht vor; ob spätere Dekrete sie ergänzt haben, konnten wir nicht prüfen. Rechtsgrundlage: Gesetz Nr. 32 vom 7. März 1988 zu Straftaten mit Betäubungsmitteln (Legge 7 marzo 1988 n. 32), Art. 11 mit Tabelle | Beleg: amtliche Quelle |
| Schweden | Als Droge kontrolliert seit 30. Dezember 2025 | In Schweden ist Muscimol seit dem 30. Dezember 2025 als Narkotikum eingestuft, damit gilt das Narkotikastrafgesetz. Ibotensäure und der Pilz selbst sind nicht eigens genannt. Rechtsgrundlage: Verordnung über die Kontrolle von Narkotika (Förordning 1992:1554 om kontroll av narkotika), Bilaga 1, geändert durch SFS 2025:1314 |
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| Schweiz | Als Droge kontrolliert seit 15. Mai 2025 | In der Schweiz steht Muscimol seit dem 15. Mai 2025 im Verzeichnis a der Betäubungsmittelverzeichnisverordnung; ausgenommen ist nur die industrielle und wissenschaftliche Verwendung. Der Pilz selbst und Ibotensäure sind dort nicht eigens genannt. Rechtsgrundlage: Betäubungsmittelverzeichnisverordnung des EDI (BetmVV-EDI, SR 812.121.11), Verzeichnis a, geändert durch AS 2025 225 |
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| Serbien | Nicht als Droge kontrolliert | In Serbien stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht auf der Liste der psychoaktiven kontrollierten Stoffe, geprüft an der amtlichen Gesamttabelle der Zollverwaltung mit Stand 15. Februar 2025. Als kontrolliert gilt nach dem Gesetz, was auf dieser Liste steht; ein pauschales Verbot neuer Stoffe haben wir nicht gefunden. Rechtsgrundlage: Verordnung über die Liste der psychoaktiven kontrollierten Stoffe (Pravilnik o utvrđivanju Spiska psihoaktivnih kontrolisanih supstanci, Sl. glasnik RS 58/2024), Gesamttabelle der Zollverwaltung, Stand 15. Februar 2025 |
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| Slowakei | Nicht als Droge kontrolliert | In der Slowakei stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den Anlagen des Gesetzes über Betäubungsmittel und psychotrope Stoffe, geprüft in der Fassung ab 15. November 2026. Rechtsgrundlage: Gesetz Nr. 139/1998 Z. z. über Betäubungsmittel, psychotrope Stoffe und Zubereitungen, Anlagen, Fassung ab 15. November 2026 | Beleg: amtliche Quelle |
| Slowenien | Nicht als Droge kontrolliert | In Slowenien stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in der Verordnung über die Einstufung verbotener Drogen, weder in der Fassung von 2019 noch in einer der sieben Änderungen bis Oktober 2026. Neue psychoaktive Stoffe werden dort einzeln in Gruppe I aufgenommen. Rechtsgrundlage: Verordnung über die Einstufung verbotener Drogen (Uredba o razvrstitvi prepovedanih drog, Uradni list RS Nr. 69/2019) mit Anhang, zuletzt geändert am 2. Oktober 2026 |
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| Spanien | Verkauf zum Konsum verboten seit 6. Mai 2004 | In Spanien stehen Fliegenpilz und Pantherpilz seit dem 6. Mai 2004 auf der Liste giftiger Pflanzen, deren Verkauf an die Öffentlichkeit verboten ist, auch in Zubereitungen; erlaubt bleiben nur Arzneimittel, homöopathische Mittel und Forschung. In den Listen des Psychotropen-Rechts stehen weder der Pilz noch Muscimol oder Ibotensäure. Rechtsgrundlage: Ministerialerlass Orden SCO/190/2004 vom 28. Januar 2004 (Liste giftiger Pflanzen), Anhang Nr. 7 (Amanita muscaria) und Nr. 8 (Amanita pantherina); Königliches Dekret 2829/1977 (Real Decreto), Anhang 1, Fassung vom 21. April 2026 |
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| Tschechien | Nicht als Droge kontrolliert | In Tschechien stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure weder in den Listen der Regierungsverordnung 463/2013 Sb. noch auf der Liste psychomodulierender Stoffe. Die Lebensmittelaufsicht stuft Muscimol-Produkte aber als gesundheitsschädliche Lebensmittel ein. Rechtsgrundlage: Regierungsverordnung Nr. 463/2013 Sb. über die Listen der Suchtstoffe (Fassung ab 25. Juni 2026); Regierungsverordnung Nr. 456/2025 Sb.; Art. 14 der Verordnung (EG) Nr. 178/2002 |
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| Türkei | Unklar | Für die Türkei haben wir noch keine amtliche Fundstelle zu Fliegenpilz, Muscimol oder Ibotensäure prüfen können. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Ukraine | Unklar | In einer Fassung der ukrainischen Betäubungsmittelliste mit Stand April 2013 kommen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht vor; an Pilzen sind nur psilocybin- oder psilocinhaltige Arten erfasst. Die geltende Fassung mit den Änderungen seit 2013 konnten wir nicht prüfen. Rechtsgrundlage: Kabinettsbeschluss Nr. 770 vom 6. Mai 2000 über die Liste der Betäubungsmittel, psychotropen Stoffe und Prekursoren (Постанова КМУ № 770), Tabellen I bis III, Fassung vom 17. April 2013 |
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| Ungarn | Nicht als Droge kontrolliert | In Ungarn stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in der Verordnung über kontrollierte Stoffe (Fassung vom 9. Oktober 2026), auch nicht in der Liste neuer psychoaktiver Stoffe. Deren Gruppendefinitionen erfassen synthetische Cannabinoide, Cathinone, Tryptamine, Phenethylamine und Fentanyl-Abkömmlinge, nicht aber Isoxazole wie Muscimol. Rechtsgrundlage: Verordnung des Innenministeriums über kontrollierte Stoffe (78/2022. (XII. 28.) BM rendelet az ellenőrzött anyagokról), Anhänge 1 bis 3, Fassung vom 9. Oktober 2026 |
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| Vereinigtes Königreich | Verkauf zum Konsum verboten seit 26. Mai 2016 | Im Vereinigten Königreich stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht im Misuse of Drugs Act 1971. Der Psychoactive Substances Act 2016 verbietet aber Herstellung, Abgabe und Einfuhr psychoaktiver Stoffe zum menschlichen Konsum; der bloße Besitz ist außerhalb von Haftanstalten nicht strafbar. Rechtsgrundlage: Gesetz über psychoaktive Substanzen (Psychoactive Substances Act 2016), s. 2 und Schedule 1 | Beleg: amtliche Quelle |
| Zypern | Unklar | Für Zypern haben wir noch keine amtliche Fundstelle zu Fliegenpilz, Muscimol oder Ibotensäure prüfen können. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
Nord- und Mittelamerika, Karibik 25 Länder: 9 nicht als droge kontrolliert, 16 unklar
| Land | Einordnung | Was gilt | Quelle |
|---|---|---|---|
| Antigua und Barbuda | Unklar | In der Originalfassung des Misuse of Drugs Act von 1973 stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den Klassen A und B. Der Abschnitt zu Klasse C war im verfügbaren Text abgeschnitten, und spätere Änderungen, etwa von 2018, haben wir nicht gelesen. Rechtsgrundlage: Misuse of Drugs Act (Act No. 21 of 1973), s. 3 und First Schedule mit den Klassen A bis C, Originalfassung von 1973 |
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| Bahamas | Unklar | Für die Bahamas haben wir die nationale Betäubungsmittelliste noch nicht im Wortlaut prüfen können. Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure stehen nicht in den UN-Konventionen von 1961 und 1971; ob das Land darüber hinaus eigene Regeln hat, ist offen. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Barbados | Nicht als Droge kontrolliert | In Barbados stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in der Ersten Anlage des Drug Abuse (Prevention and Control) Act, geprüft in der Fassung von 1991. Psilocybin, Psilocin, Meskalin und LSD sind dort gelistet, Pilze nicht. Spätere Änderungsverordnungen haben wir nicht geprüft. Rechtsgrundlage: Drug Abuse (Prevention and Control) Act, Cap. 131 (L.R.O. 1991), s. 3 und First Schedule | Beleg: amtliche Quelle |
| Belize | Nicht als Droge kontrolliert | In Belize stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in der Zweiten Anlage des Misuse of Drugs Act, geprüft in der Fassung vom 31. Dezember 2011. Psilocin, Meskalin und LSD sind in Klasse A gelistet, Pilze nicht, und eine Analogklausel gibt es nicht. Die Änderungsgesetze von 2017 bis 2024 haben wir nicht gelesen. Rechtsgrundlage: Misuse of Drugs Act, Chapter 103 (Revised Edition, Stand 31. Dezember 2011), s. 4 und Second Schedule mit den Klassen A bis C |
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| Costa Rica | Unklar | In Costa Rica bestimmt die Junta de Vigilancia de Drogas des Gesundheitsministeriums, welche Stoffe als Betäubungsmittel oder psychotrope Stoffe gelten; ihre Liste war für uns nicht abrufbar. Das zugehörige Reglement nennt Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht, verbietet aber neben Mohn-, Coca- und Cannabissamen und Salvia divinorum auch jede Pflanze ähnlicher Wirkung, die das Ministerium so einstuft. Rechtsgrundlage: Exekutivdekret Nr. 37111-S, Reglement zur Kontrolle von Betäubungsmitteln und psychotropen Stoffen (Reglamento para el Control de Drogas Estupefacientes y Psicotrópicas, La Gaceta Nr. 108 vom 5. Juni 2012), Art. 1, 2 und 45 |
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| Dominica | Nicht als Droge kontrolliert | In Dominica stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in der Dritten Anlage des Drugs (Prevention of Misuse) Act, die die kontrollierten Drogen der Klassen A bis C festlegt. Geprüft haben wir nur die Originalfassung von 1988, spätere Änderungen nicht. Rechtsgrundlage: Drugs (Prevention of Misuse) Act (Act No. 20 of 1988), s. 4 und Third Schedule mit den Klassen A bis C, Originalfassung | Beleg: amtliche Quelle |
| Dominikanische Republik | Nicht als Droge kontrolliert | In der Dominikanischen Republik stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den fünf Kategorien kontrollierter Stoffe des Drogengesetzes 50-88, geprüft in der Fassung mit den Änderungen bis 1995. Psilocybin, Psilocin, Meskalin und Peyote stehen dort als Einzeleinträge, Pilze werden nicht genannt. Rechtsgrundlage: Gesetz Nr. 50-88 über Drogen und kontrollierte Stoffe (Ley Nº 50-88 sobre Drogas y Sustancias Controladas) vom 30. Mai 1988, Art. 2 und Art. 8 (Kategorien I bis V), geändert durch Ley 35-90 und Ley 17-95 |
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| El Salvador | Unklar | In El Salvador regelt ein Reglement von 1998 die Kontrolle von Betäubungsmitteln und psychotropen Stoffen nach den UN-Konventionen und nach Beschlüssen des Gesundheitsrats (Consejo Superior de Salud Pública); eigene Stofflisten enthält es nicht, und Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nennt es nicht. Die geltenden nationalen Listen und das Drogengesetz von 2003 haben wir nicht geprüft. Rechtsgrundlage: Exekutivdekret Nr. 84 vom 22. Juni 1998, Reglement über Betäubungsmittel, psychotrope Stoffe, Vorläufer und Chemikalien (Reglamento de Estupefacientes, Sicotrópicos, Precursores …, Diario Oficial Nr. 130 vom 14. Juli 1998) | Beleg: amtliche Quelle |
| Grenada | Nicht als Droge kontrolliert | In Grenada stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in der Ersten Anlage des Drug Abuse (Prevention and Control) Act, geprüft in der Fassung mit der Änderung von 2011. Psilocybin, Psilocin, Meskalin und LSD sind dort als psychotrope Stoffe gelistet, Pilze nicht. Rechtsgrundlage: Drug Abuse (Prevention and Control) Act, Cap. 84A (Act No. 7 of 1992, geändert durch SRO 16 of 2011), s. 2 und 3 und First Schedule | Beleg: amtliche Quelle |
| Grönland | Nicht als Droge kontrolliert | Grönland hat ein eigenes Gesetz über euphorisierende Stoffe von 2022 mit eigenen Listen A bis E, zuletzt neu gefasst durch die Bekanntmachung Nr. 61 vom 1. September 2025. In diesen Listen kommen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht vor; als Pilze sind nur psilocybin- oder psilocinhaltige Arten erfasst. Rechtsgrundlage: Bekanntmachung der Selbstverwaltung Nr. 61 vom 1. September 2025 über euphorisierende Stoffe (Selvstyrets bekendtgørelse nr. 61 om euforiserende stoffer), § 1 und Bilag 1 mit den Listen A bis E |
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| Guatemala | Unklar | In Guatemala bestimmt das Drogengesetz Decreto 48-92 Betäubungsmittel und psychotrope Stoffe über internationale Verträge, das Gesundheitsgesetzbuch und weitere Vorschriften; Drogen allgemein definiert es über ihre Wirkung. Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nennt das Gesetz nicht, und die Listen nach dem Gesundheitsgesetzbuch haben wir nicht gefunden. Rechtsgrundlage: Gesetz gegen den Drogenhandel (Decreto Nº 48-92, Ley contra la Narcoactividad), Art. 2 Buchst. a und b und Art. 36, Fassung bis Decreto 49-2016 |
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| Haiti | Unklar | Für Haiti haben wir die nationale Betäubungsmittelliste noch nicht im Wortlaut prüfen können. Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure stehen nicht in den UN-Konventionen von 1961 und 1971; ob das Land darüber hinaus eigene Regeln hat, ist offen. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Honduras | Unklar | Das honduranische Drogengesetz von 1989 verweist für die kontrollierten Stoffe auf ein Reglement, die UN-Konventionen und Listen des Gesundheitsministeriums und der WHO; zusätzlich erfasst es Produkte, die Fachgremien des Ministeriums als Droge einstufen oder die abhängig machen, anregen oder dämpfen. Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nennt es nicht, und das Reglement mit den Listen haben wir nicht gefunden. Rechtsgrundlage: Gesetz über Drogenmissbrauch und illegalen Handel mit Drogen und psychotropen Stoffen (Decreto Nº 126-89, La Gaceta Nr. 25992 vom 23. November 1989), Art. 2, 5, 6 und 7, geändert durch Decreto 86-93 | Beleg: amtliche Quelle |
| Jamaika | Unklar | Der jamaikanische Dangerous Drugs Act regelt Rohopium, Coca und Ganja sowie in Teil IV Kokain, Morphin und weitere Drogen; der Minister kann Teil IV per Anordnung auf jede neue Droge ausdehnen, die ähnlich schädlich wirkt wie Morphin oder Kokain. Die Liste nach Teil IV und die geltenden Anordnungen waren für uns nicht lesbar, deshalb ist offen, ob Fliegenpilz, Muscimol oder Ibotensäure erfasst sind. Rechtsgrundlage: Gesetz über gefährliche Drogen (Dangerous Drugs Act), Parts II bis IV und s. 10, Auszug mit Änderungen bis 1988 | Beleg: amtliche Quelle |
| Kanada | Nicht als Droge kontrolliert | In Kanada stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den Anhängen des Betäubungsmittelgesetzes CDSA (Stand 19. Oktober 2026). Psilocybin und Psilocin sind als Einzelstoffe gelistet, als Pflanzen nur Schlafmohn, Coca und Salvia divinorum, und eine Sammelklausel für Halluzinogene oder neue psychoaktive Stoffe gibt es nicht. Rechtsgrundlage: Bundesgesetz über kontrollierte Drogen und Substanzen (Controlled Drugs and Substances Act, CDSA, S.C. 1996, c. 19), Schedules I bis IX, Stand 19. Oktober 2026 |
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| Kuba | Unklar | Das kubanische Strafgesetzbuch von 2022 bestraft den Umgang mit „drogas ilícitas o sustancias de efectos similares“, ohne die Begriffe über eine Liste zu bestimmen; Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure werden nicht genannt. Das Oberste Gericht hat die Formulierung 2025 auf neue psychoaktive Stoffe angewandt. Ob sie auch den Pilz erfasst und was die Liste des Gesundheitsministeriums enthält, ist offen. Rechtsgrundlage: Strafgesetzbuch (Ley Nº 151/2022, Código Penal, Gaceta Oficial Nr. 93 vom 1. September 2022), Art. 235 bis 238; Gutachten (Dictamen) 476/2025 des Obersten Volksgerichts |
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| Mexiko | Unklar | Im mexikanischen Gesundheitsgesetz stehen Muscimol, Ibotensäure und Amanita nicht namentlich. In der Liste der psychotropen Stoffe ist beim Psilocybin aber als gebräuchliche Bezeichnung „hongos alucinantes de cualquier variedad botánica“ eingetragen, also halluzinogene Pilze jeder Art, besonders Psilocybe mexicana, Stropharia cubensis und Conocybe. Ob das auch den Fliegenpilz erfasst, ist amtlich nicht geklärt. Rechtsgrundlage: Allgemeines Gesundheitsgesetz (Ley General de Salud, letzte Reform DOF 26. März 2024), Art. 245 Fracción I (psychotrope Stoffe), Art. 247 und Art. 234 (Betäubungsmittel) |
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| Nicaragua | Unklar | In Nicaragua knüpft das Gesetz 285 von 1999 die Kontrolle an die UN-Konventionen und an Listen, die das Gesundheitsministerium jährlich aktualisiert. In der 1999 veröffentlichten Liste des Ministeriums stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht; die heute maßgebliche Liste im Reglement zum Gesetz und ihre späteren Änderungen haben wir nicht gelesen. Rechtsgrundlage: Gesetz Nr. 285 zur Reform des Gesetzes über Betäubungsmittel, psychotrope und kontrollierte Stoffe (Ley Nº 285, La Gaceta Nr. 69 vom 15. April 1999), Art. 1, 2 und 38; Liste nach Acuerdo Ministerial Nº 13-98 |
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| Panama | Unklar | In Panama sind die Stoffe der UN-Konventionen von 1961 und 1971 kontrolliert, in denen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure fehlen, sowie vom Gesundheitsministerium zusätzlich erklärte Stoffe; ob Muscimol oder der Pilz dazugehören, haben wir nicht geprüft. Zudem verbietet das Gesundheitsgesetzbuch den Anbau von Pflanzen mit Wirkstoffen, die als „drogas enervantes“ verwendbar sind, und definiert diese über ihre Wirkung. Rechtsgrundlage: Gesetz zur Regelung kontrollierter Stoffe für medizinische und wissenschaftliche Zwecke (Gaceta Oficial Digital Nr. 28036-B vom 23. Mai 2016), Art. 1 und 2; Gesundheitsgesetzbuch (Código Sanitario), Art. 192 und 194 in der Fassung dieses Gesetzes | Beleg: amtliche Quelle |
| Puerto Rico | Nicht als Droge kontrolliert | In Puerto Rico stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure weder in den Bundeslisten der USA noch in den fünf Klassifikationen des lokalen Gesetzes über kontrollierte Substanzen (Fassung vom 2. Mai 2026); Psilocybin, Psilocin, Meskalin und Peyote sind einzeln gelistet, Pilze nicht. Die Feststellung der US-Lebensmittelbehörde FDA vom 18. Dezember 2024 zu Fliegenpilz in herkömmlichen Lebensmitteln gilt auch in Puerto Rico. Rechtsgrundlage: Gesetz über kontrollierte Substanzen von Puerto Rico (Ley Núm. 4 vom 23. Juni 1971), Art. 201 und 202 (Klassifikationen I bis V), Fassung vom 2. Mai 2026; US-Bundesrecht (21 CFR Part 1308) |
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| St. Kitts und Nevis | Unklar | Für St. Kitts und Nevis haben wir die nationale Betäubungsmittelliste noch nicht im Wortlaut prüfen können. Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure stehen nicht in den UN-Konventionen von 1961 und 1971; ob das Land darüber hinaus eigene Regeln hat, ist offen. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| St. Lucia | Unklar | In St. Lucia legt der Drugs (Prevention of Misuse) Act in der revidierten Fassung von 2023 die kontrollierten Drogen in den Klassen A bis C fest. In Klasse B ist Cannabis der einzige pflanzliche Eintrag, Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure kommen dort nicht vor; die Klassen A und C konnten wir nicht lesen. Rechtsgrundlage: Drugs (Prevention of Misuse) Act, Revised Laws of Saint Lucia 2023, s. 4 und Schedule 2 Part II (Klasse B) |
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| St. Vincent und die Grenadinen | Unklar | Für St. Vincent und die Grenadinen haben wir die nationale Betäubungsmittelliste noch nicht im Wortlaut prüfen können. Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure stehen nicht in den UN-Konventionen von 1961 und 1971; ob das Land darüber hinaus eigene Regeln hat, ist offen. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Trinidad und Tobago | Unklar | In Trinidad und Tobago legt der Dangerous Drugs Act die kontrollierten Stoffe in Anlagen fest, die der Gesundheitsminister per Verordnung ändert; zuletzt kam im Mai 2026 Hexahydrocannabinol (HHC) hinzu. Die vollständigen Anlagen konnten wir nicht lesen, deshalb ist offen, ob Fliegenpilz, Muscimol oder Ibotensäure dort stehen. Rechtsgrundlage: Verordnung zur Änderung der Second Schedule des Dangerous Drugs Act, Chap. 11:25 (Dangerous Drugs (Amendment of the Second Schedule) Order, 2026, Legal Notice No. 293 of 2026) | Beleg: amtliche Quelle |
| Vereinigte Staaten | Nicht als Droge kontrolliert | In den USA stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den Bundeslisten kontrollierter Substanzen (Stand 22. Oktober 2026). Die Lebensmittelbehörde FDA stellte am 18. Dezember 2024 fest, dass der Pilz, seine Extrakte und Wirkstoffe nicht zugelassene Lebensmittelzusatzstoffe sind und herkömmliche Lebensmittel damit als verfälscht gelten; Nahrungsergänzungsmittel prüft sie noch. Louisiana hat eigene Verbote. Rechtsgrundlage: Bundesgesetz über kontrollierte Substanzen (Controlled Substances Act) mit den Listen in 21 CFR Part 1308, Stand 22. Oktober 2026; FDA-Feststellung vom 18. Dezember 2024 nach dem Federal Food, Drug, and Cosmetic Act Regionale Regeln: Louisiana verbietet seit 2005 Herstellung, Vertrieb und Besitz von Verzehrprodukten mit Amanita muscaria; ausgenommen sind Zierzwecke, homöopathische Mittel und gesetzeskonforme Nahrungsergänzungsmittel. Seit 1. August 2025 gilt das auch für Produkte mit Muscimol oder Ibotensäure, dann ohne Ausnahme für Nahrungsergänzungsmittel. Laut einem Fachüberblick hatte bis Februar 2026 kein anderer Bundesstaat eine eigene Regelung. |
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Südamerika 12 Länder: 8 nicht als droge kontrolliert, 4 unklar
| Land | Einordnung | Was gilt | Quelle |
|---|---|---|---|
| Argentinien | Nicht als Droge kontrolliert | In Argentinien stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in der amtlichen Betäubungsmittelliste, die das Dekret 122/2026 vom 27. Februar 2026 auf 886 Einträge erweitert hat. Auch die chemischen Gruppendefinitionen im Anhang II, etwa für Tryptamine und Phenethylamine, erfassen Muscimol nicht. Rechtsgrundlage: Dekret 560/2019 mit der Betäubungsmittelliste (Listado de estupefacientes, Anexo I und II) zu Ley 23.737; Anexo I neu gefasst durch Decreto 122/2026 (Boletín Oficial vom 2. März 2026) |
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| Bolivien | Nicht als Droge kontrolliert | In Bolivien stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den Listen I bis V im Anhang des Gesetzes 913 von 2017 (gelesen in der Fassung von 2021). Psilocybin und Psilocin sind als Einzelstoffe gelistet, Pilze nicht, und neue Stoffe kommen laut Gesetz nur per Gesetz hinzu. Rechtsgrundlage: Gesetz Nr. 913 vom 16. März 2017 zur Bekämpfung des illegalen Handels mit kontrollierten Stoffen (Ley Nº 913 de Lucha contra el Tráfico Ilícito de Sustancias Controladas), Art. 5 Buchst. c und Anhang mit den Listen I bis V |
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| Brasilien | Nicht als Droge kontrolliert | In Brasilien stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den ANVISA-Listen zur Portaria 344/1998 (Fassung vom 11. Mai 2026), auch nicht in der Liste der verbotenen Pflanzen und Pilze. Erfasst sind dort einzelne Stoffe und Strukturklassen synthetischer Cannabinoide, Cathinone und Phenethylamine, zu denen Muscimol nicht gehört; eine allgemeine Klausel für neue psychoaktive Stoffe fehlt. Rechtsgrundlage: Portaria SVS/MS nº 344 vom 12. Mai 1998, Anexo I (Listen der kontrollierten Stoffe, Pflanzen und Pilze), zuletzt neu veröffentlicht durch die Resolução RDC ANVISA nº 1.023 vom 11. Mai 2026 |
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| Chile | Unklar | In Chile sind Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure in den geprüften Listen nicht namentlich genannt, weder im Reglement zum Drogengesetz Ley 20.000 noch in den Gesundheitsreglements für Betäubungsmittel und psychotrope Stoffe. Liste I des Reglements DS 405 erfasst aber ausdrücklich auch „toda sustancia alucinógena o de efectos nocivos análogos“; ob Behörden das auf den Fliegenpilz anwenden, ist nicht belegt. Rechtsgrundlage: Reglement zur Ley 20.000 (Decreto 867/2007), geändert u. a. durch Decreto 512/2020; Decreto Supremo 404/1983 (Reglamento de Estupefacientes) und 405/1983 (Reglamento de Productos Psicotrópicos), Fassung vom 7. Mai 2020 |
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| Ecuador | Nicht als Droge kontrolliert | In Ecuador stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht im Anhang des Drogengesetzes von 2015, der die kontrollierten Stoffe festlegt (Fassung mit den Änderungen bis 13. August 2020). Psilocybin und Psilocin sind als Einzelstoffe gelistet, Pilze oder Pflanzen nicht, und eine Klausel für neue psychoaktive Stoffe gibt es nicht. Rechtsgrundlage: Organgesetz zur Prävention des Drogenphänomens und zur Kontrolle der überwachten Stoffe (Ley Orgánica de Prevención Integral del Fenómeno Socio Económico de las Drogas, 2015), Art. 6 und Anhang, Stand 13. August 2020 |
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| Guyana | Nicht als Droge kontrolliert | In Guyana stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den Anhängen des Betäubungsmittelgesetzes Cap. 10:10, geprüft in der Fassung von 2012; als verbotene Pflanzen sind nur Cannabis, Coca und zwei Mohnarten gelistet. Ein 2021 verabschiedetes Änderungsgesetz erfasst laut Regierungsinformationsdienst zusätzlich strukturähnliche Analoga gelisteter Stoffe; seine Endfassung haben wir nicht gelesen. Rechtsgrundlage: Gesetz über Betäubungsmittel und psychotrope Stoffe (Narcotic Drugs and Psychotropic Substances (Control) Act, Cap. 10:10, L.R.O. 1/2012), s. 2, s. 102 und First bis Third Schedule |
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| Kolumbien | Nicht als Droge kontrolliert | In Kolumbien stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den Listen kontrollierter Stoffe des Gesundheitsministeriums, die mit der am 12. Februar 2026 veröffentlichten Resolución 116 de 2026 neu gefasst wurden. Die Listen nennen Einzelstoffe und regeln Salze und Isomere, eine allgemeine Analog- oder NPS-Klausel enthalten sie nicht. Rechtsgrundlage: Resolución 315 de 2020 des Gesundheitsministeriums (Listados de sustancias de control especial y sometidas a fiscalización, Anexos técnicos), Anhänge neu gefasst durch Resolución 116 de 2026 (Diario Oficial Nr. 53.396) |
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| Paraguay | Nicht als Droge kontrolliert | In Paraguay stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den Listen der Betäubungsmittel, psychotropen Stoffe und Vorläuferstoffe, geprüft in der mit Dekret Nr. 5213 vom 6. Mai 2005 aktualisierten Fassung. Pilze sind in diesen Listen überhaupt nicht aufgeführt. Rechtsgrundlage: Dekret Nr. 5213 vom 6. Mai 2005 zur Aktualisierung der Liste der Betäubungsmittel und gefährlichen Drogen (Decreto Nº 5213), Art. 1, 42 und 84 | Beleg: amtliche Quelle |
| Peru | Unklar | In Peru sind Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure in den Listen kontrollierter Stoffe des Gesundheitsministeriums nicht namentlich aufgeführt (Stand November 2024). Liste IA, deren Stoffe für Herstellung, Handel und Gebrauch verboten sind, enthält aber den Sammeleintrag „Plantas y extractos vegetales susceptibles de uso indebido“ ohne nähere Bestimmung; ob er einen Pilz wie den Fliegenpilz erfasst, ist nicht belegt. Rechtsgrundlage: Reglement über Betäubungsmittel, psychotrope und andere überwachte Stoffe (Decreto Supremo 023-2001-SA), Anhang 2 mit den Listen IA bis VI, Katalog des Gesundheitsministeriums, Stand November 2024 |
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| Suriname | Unklar | Für Suriname haben wir die nationale Betäubungsmittelliste noch nicht prüfen können. Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure stehen nicht in den UN-Suchtstoffkonventionen von 1961 und 1971; ob Suriname sie national kontrolliert, ist offen. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Uruguay | Nicht als Droge kontrolliert | In Uruguay stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den nationalen Listen kontrollierter Stoffe in der Fassung des Dekrets 338/019. Die jüngste Aktualisierung durch das Dekret 198/025 vom 25. September 2025 nahm unter anderem Nitazene, 3-CMC und Hexahydrocannabinol auf, Muscimol nicht. Rechtsgrundlage: Listen kontrollierter Stoffe nach dem Decreto-Ley 14.294, festgelegt durch Decreto 338/019 (Anexo I) und aktualisiert durch Decreto 198/025 vom 25. September 2025 |
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| Venezuela | Unklar | Das venezolanische Drogengesetz von 2010 bestimmt Betäubungsmittel und psychotrope Stoffe über die Listen der UN-Konventionen von 1961 und 1971, in denen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht stehen. Die Ministerien für Gesundheit und für Zwischenindustrien dürfen aber weitere Stoffe festlegen; ob das für Muscimol oder den Pilz geschehen ist, haben wir nicht geprüft. Rechtsgrundlage: Organgesetz über Drogen (Ley Orgánica de Drogas, Gaceta Oficial Nr. 39.510 vom 15. September 2010), Art. 2 und Art. 3 Nr. 12 und 29 | Beleg: amtliche Quelle |
Asien 35 Länder: 1 verkauf zum konsum verboten, 9 nicht als droge kontrolliert, 25 unklar
| Land | Einordnung | Was gilt | Quelle |
|---|---|---|---|
| Afghanistan | Unklar | Für Afghanistan haben wir die Rechtslage noch nicht anhand einer amtlichen Quelle prüfen können. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Armenien | Nicht als Droge kontrolliert | In Armenien stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in der geltenden Liste kontrollierter Betäubungsmittel, psychotroper Stoffe und Prekursoren (Anhang zuletzt geändert am 26. März 2026); Pilze sind nur erfasst, soweit sie gelistete Stoffe wie Psilocybin enthalten. Als Mitglied der Eurasischen Wirtschaftsunion gilt das Verbot giftiger Großpilze in Nahrungsergänzungsmitteln nach TR TS 021/2011. Rechtsgrundlage: Regierungsbeschluss Nr. 1129-Ն vom 21. August 2003 über die Liste der kontrollierten Betäubungsmittel, psychotropen Stoffe und Prekursoren, Anhang zuletzt geändert durch Nr. 334-Ն vom 26. März 2026; TR TS 021/2011, Anhang 7 Abschnitt 1.8 |
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| Aserbaidschan | Unklar | In den strafrechtlichen Mengenlisten für Betäubungsmittel, psychotrope Stoffe und Drogenpflanzen (Fassung vom 21. November 2023) und in der Liste starkwirkender und giftiger Stoffe kommen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht vor. Die eigentliche Kontrollliste der Betäubungsmittel und psychotropen Stoffe war für uns nicht im Wortlaut auffindbar. Rechtsgrundlage: Gesetz über die Mengenlisten von Betäubungsmitteln und psychotropen Stoffen für die strafrechtliche Verantwortlichkeit (neu gefasst durch Nr. 1025-VIQD vom 21. November 2023); Gesetz Nr. 180-VQ vom 18. März 2016 über starkwirkende und giftige Stoffe |
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| Bangladesch | Unklar | In der Anlage des bangladeschischen Narcotics Control Act 2018 (Erstveröffentlichung vom 14. November 2018) kommen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure unter den lesbaren englischen Stoffnamen nicht vor. Der bengalische Text der Anlage war technisch nicht lesbar, und ob die Regierung die Anlage seither per Bekanntmachung ergänzt hat, konnten wir nicht prüfen. Rechtsgrundlage: Narcotics Control Act 2018 (মাদকদ্রব্য নিয়ন্ত্রণ আইন, ২০১৮, Act No. 63 of 2018), Sec. 2(29) und Anlage (Amtsblatt vom 14. November 2018), geändert durch Act No. 26 of 2020 und Act No. 101 of 2026 |
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| Bhutan | Unklar | Die Anhänge des bhutanischen Drogengesetzes in der Fassung von 2005 nennen weder den Fliegenpilz noch Muscimol oder Ibotensäure. Die heute geltende Fassung von 2015 mit der Änderung von 2018 war für uns nicht im Wortlaut abrufbar. Rechtsgrundlage: Gesetz über Betäubungsmittel, psychotrope Stoffe und Substanzmissbrauch (Narcotic Drugs, Psychotropic Substances and Substance Abuse Act of Bhutan), Fassung 2005 mit Schedules I bis V |
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| Brunei | Unklar | In Brunei stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in der Ersten Anlage des Misuse of Drugs Act in der überarbeiteten Ausgabe von 2013, und das Gesetz enthält in dieser Fassung keine Auffangregel für psychoaktive Stoffe. Ob die Anlage seitdem geändert wurde, konnten wir nicht prüfen. Rechtsgrundlage: Misuse of Drugs Act (Chapter 27, Revised Edition 2013, B.L.R.O. 2/2013), First Schedule mit den Klassen A bis D |
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| China | Unklar | Für die Volksrepublik China haben wir die amtlichen Verzeichnisse der Betäubungsmittel und psychotropen Stoffe noch nicht im Wortlaut auswerten können. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Georgien | Nicht als Droge kontrolliert | In Georgien stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht im Betäubungsmittelgesetz (Stand 14. April 2026), das als Pilze nur Strophariaceae und psilocybin- oder psilocinhaltige Arten erfasst. Auch das Gesetz über neue psychoaktive Substanzen nennt sie nicht: Es verbietet nur 20 einzeln genannte Stoffe und neun Stoffklassen wie synthetische Cannabinoide, Cathinone und Tryptamine, zu denen Muscimol nicht gehört. Rechtsgrundlage: Gesetz über Betäubungsmittel, psychotrope Stoffe, Prekursoren und narkologische Hilfe (Nr. 6245-Iს vom 22. Mai 2012), Art. 3 und Anhänge 1 und 2; Gesetz über neue psychoaktive Substanzen (Nr. 2234-IIს vom 16. April 2014), Art. 3 und Anhänge 1 bis 3 |
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| Hongkong | Nicht als Droge kontrolliert | In Hongkong stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in Schedule 1 der Dangerous Drugs Ordinance (Fassung vom 12. Juni 2026). Die Anlage nennt Einzelstoffe und Stoffgruppen wie Tryptamine, Phenethylamine, Cathinone und synthetische Cannabinoide, aber keine Gruppe, zu der Muscimol gehört. Rechtsgrundlage: Verordnung über gefährliche Drogen (Dangerous Drugs Ordinance, Cap. 134), Schedule 1 Part I, Fassung vom 12. Juni 2026 | Beleg: amtliche Quelle |
| Indien | Nicht als Droge kontrolliert | In Indien stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in der Liste psychotroper Stoffe des Betäubungsmittelgesetzes NDPS Act, die zuletzt am 18. Februar 2026 ergänzt wurde; von den Pilzwirkstoffen sind nur Psilocybin und Psilocin erfasst. Ein pauschales Verbot neuer psychoaktiver Stoffe gibt es nicht, neue Stoffe nimmt die Regierung einzeln per Bekanntmachung auf. Rechtsgrundlage: Gesetz über Betäubungsmittel und psychotrope Stoffe (Narcotic Drugs and Psychotropic Substances Act, 1985), Schedule nach Sec. 2(xxiii), zuletzt ergänzt durch Notification S.O. 906(E) vom 18. Februar 2026 |
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| Indonesien | Nicht als Droge kontrolliert | In Indonesien stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den Listen der Betäubungsmittel und psychotropen Stoffe, die das Gesundheitsministerium zuletzt mit zwei Verordnungen vom 21. November 2025 neu gefasst hat. Eine pauschale Regel für neue psychoaktive Stoffe gibt es dort nicht; neue Stoffe werden einzeln nachgetragen, 2025 zweimal. Rechtsgrundlage: Verordnungen des Gesundheitsministers Nr. 15/2025 über die Einteilung der Betäubungsmittel (Permenkes 15/2025, Berita Negara 2025 Nr. 989) und Nr. 14/2025 über die Einteilung psychotroper Stoffe (Permenkes 14/2025, Nr. 988) |
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| Japan | Nicht als Droge kontrolliert | In Japan stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure weder auf den Listen der Betäubungsmittel und psychotropen Stoffe noch auf der Liste der per Ministerialverordnung verbotenen „designierten Substanzen“ (指定薬物), Stand September und Oktober 2026. Als Pilze sind nur psilocybin- oder psilocinhaltige Arten erfasst. Ein pauschales Verbot neuer psychoaktiver Stoffe gibt es nicht, gelistet werden Einzelstoffe und Stoffgruppen. Rechtsgrundlage: Betäubungsmittel- und Psychotropengesetz (麻薬及び向精神薬取締法, 1953) mit Kabinettsverordnung Nr. 238 von 1990, Stand 2026; Ministerialverordnung über die 指定薬物 (MHLW-Verordnung Nr. 14 von 2007), Stand 2026 |
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| Kambodscha | Unklar | In den Anlagetabellen des kambodschanischen Drogenkontrollgesetzes vom 2. Januar 2012 stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht; Psilocybin und Psilocin stehen in Tabelle I. Das Gesundheitsministerium kann die Tabellen per Proklamation ändern; ob das seit 2012 geschehen ist, konnten wir nicht prüfen. Rechtsgrundlage: Gesetz über die Drogenkontrolle (Law on Drug Control, ច្បាប់ស្តីពីការត្រួតពិនិត្យគ្រឿងញៀន) vom 2. Januar 2012, Art. 4 bis 6 mit den Anlagetabellen I bis IV |
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| Kasachstan | Unklar | In Kasachstan stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht namentlich in der Liste kontrollierter Betäubungsmittel und psychotroper Stoffe (Stand 24. Februar 2026). Die Liste erfasst aber Fruchtkörper jeder Pilzart, die psychotrope Stoffe enthält („Psilocybin, Psilocin und andere“); ob der Fliegenpilz darunter fällt, hat keine Behörde erklärt. Als Mitglied der Eurasischen Wirtschaftsunion verbietet Kasachstan giftige Großpilze in Nahrungsergänzungsmitteln. Rechtsgrundlage: Regierungsverordnung Nr. 470 vom 3. Juli 2019 über die Liste der kontrollierten Betäubungsmittel, psychotropen Stoffe und Prekursoren (Постановление Правительства РК № 470), Stand 24. Februar 2026; TR TS 021/2011, Anhang 7 Abschnitt 1.8 |
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| Kirgisistan | Unklar | Seit dem 12. September 2024 gilt in Kirgisistan ein neues Gesetz über Betäubungsmittel, psychotrope Stoffe, ihre Analoga und Prekursoren; die zugehörige Stoffliste beschließt das Ministerkabinett, und diese Liste war für uns nicht abrufbar. Als Mitglied der Eurasischen Wirtschaftsunion gilt das Verbot giftiger Großpilze in Nahrungsergänzungsmitteln nach TR TS 021/2011. Rechtsgrundlage: Gesetz Nr. 69 vom 6. März 2024 über Betäubungsmittel, psychotrope Stoffe, ihre Analoga und Prekursoren (О наркотических средствах, психотропных веществах, их аналогах и прекурсорах), Art. 2, 5 und 6; TR TS 021/2011, Anhang 7 Abschnitt 1.8 |
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| Laos | Unklar | Für Laos haben wir die Regelung des Gesundheitsministeriums über die Liste der Betäubungsmittel, psychotropen Stoffe und Vorläuferstoffe gefunden, konnten sie aber nicht öffnen, weil die Website der Regierung den Abruf sperrte. Ob Fliegenpilz, Muscimol oder Ibotensäure darin stehen, ist deshalb offen. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Macau | Nicht als Droge kontrolliert | In Macau stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den Tabellen des Drogengesetzes Nr. 17/2009, weder in der Ursprungsfassung noch in den Änderungen bis zum Gesetz Nr. 2/2025, das am 24. Juni 2025 in Kraft trat. Eine Auffangregel für nicht gelistete Stoffe gibt es nicht; Psilocybin und Psilocin stehen in Tabelle II-A. Rechtsgrundlage: Gesetz Nr. 17/2009 über das Verbot der unerlaubten Herstellung, des Handels und des Konsums von Betäubungsmitteln und psychotropen Stoffen (Lei n.º 17/2009), Tabellen I bis VI, zuletzt geändert durch Gesetz Nr. 2/2025 |
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| Malaysia | Unklar | In der Liste der gefährlichen Drogen des malaysischen Dangerous Drugs Act 1952 stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure in der Fassung vom 1. Januar 2006 nicht, Psilocybin und Psilocin dagegen schon. Ob spätere Änderungen der Liste oder die Giftstoffliste des Poisons Act 1952 sie erfassen, konnten wir nicht prüfen. Rechtsgrundlage: Gesetz über gefährliche Drogen (Dangerous Drugs Act 1952, Act 234), First Schedule in der Fassung vom 1. Januar 2006 |
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| Malediven | Unklar | Für die Malediven haben wir die Listen des Drogengesetzes noch nicht anhand einer amtlichen Quelle prüfen können. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Mongolei | Unklar | Für die Mongolei haben wir die nationale Liste der Betäubungsmittel und psychotropen Stoffe noch nicht im Wortlaut prüfen können. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Myanmar | Unklar | In Myanmar legt das Gesundheitsministerium die Stofflisten per Bekanntmachung fest, für Betäubungsmittel zuletzt am 25. Februar 2025 und für psychotrope Stoffe am 27. Februar 2020. Die Listen selbst stehen in angehängten Dateien, die wir nicht öffnen konnten; ob Fliegenpilz, Muscimol oder Ibotensäure darin vorkommen, ist deshalb offen. |
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| Nepal | Unklar | Für Nepal haben wir die Rechtslage noch nicht anhand einer amtlichen Quelle prüfen können. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Nordkorea | Unklar | Für Nordkorea liegen uns keine amtlichen Drogenlisten vor, deshalb lässt sich nicht prüfen, ob der Fliegenpilz oder seine Wirkstoffe dort erfasst sind. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Osttimor | Unklar | In den Anlagetabellen des Drogengesetzes von Osttimor (Gesetz Nr. 2/2017) stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht; Psilocybin und Psilocin stehen in Tabelle II-A. Gelesen haben wir allerdings eine undatierte zweisprachige Fassung des Justizministeriums, und ob die Tabellen später geändert wurden, konnten wir nicht prüfen. Rechtsgrundlage: Gesetz Nr. 2/2017 zur Bekämpfung des illegalen Drogenhandels und -konsums (Lei n.º 2/2017), Art. 2 bis 5 mit den Tabellen I bis VI, zweisprachige Fassung des Justizministeriums |
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| Pakistan | Unklar | Die Liste psychotroper Stoffe im Anhang des pakistanischen Control of Narcotic Substances Act 1997 nennt in der gelesenen Fassung (Stand etwa 2000) Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht. Spätere Ergänzungen per Regierungsbekanntmachung und neue Provinzgesetze, etwa das Sindh-Gesetz von 2024, konnten wir nicht vollständig prüfen. Rechtsgrundlage: Gesetz über die Kontrolle von Betäubungsmitteln (Control of Narcotic Substances Act, 1997, Act No. XXV of 1997), Sec. 2(za) und Schedule „Psychotropic Substances“, Stand etwa 2000; Sindh Control of Narcotic Substances Act, 2024 Regionale Regeln: Die Provinz Sindh hat das Bundesgesetz von 1997 für ihr Gebiet durch ein eigenes Gesetz von 2024 ersetzt. Dessen Stoffliste (Schedule-III(a)) ist in der veröffentlichten Fassung vom 29. Oktober 2024 nicht abgedruckt. |
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| Philippinen | Nicht als Droge kontrolliert | Auf den Philippinen stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in der Liste kontrollierter Stoffe des Dangerous Drugs Board (Stand 18. April 2023), und auch die Board Regulations, mit denen bis 2026 weitere Stoffe aufgenommen wurden, betreffen sie nicht. Psilocybin ist dagegen als gefährliche Droge erfasst. Rechtsgrundlage: Liste der kontrollierten Stoffe des Dangerous Drugs Board (Updated Lists of Scheduled Controlled Substances, Stand 18. April 2023) und Board Regulations bis 2026 |
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| Singapur | Verkauf zum Konsum verboten seit 1. Juni 2024 | In Singapur fehlen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure in der Liste kontrollierter Drogen (Stand 6. November 2026). Seit dem 1. Juni 2024 verbietet eine Auffangregel aber Handel, Herstellung, Ein- und Ausfuhr, Besitz und Konsum jedes Stoffs, der das zentrale Nervensystem anregen oder dämpfen kann und nicht ausdrücklich ausgenommen ist. Nach dem Wortlaut fallen darunter auch Fliegenpilz-Produkte; Verstöße sind Straftaten. Rechtsgrundlage: Gesetz über Drogenmissbrauch (Misuse of Drugs Act 1973, Stand 6. November 2026), Section 2 („psychoactive substance“), Teil 2A, First und Fifth Schedule; Teil 2A eingeführt durch den Misuse of Drugs (Amendment) Act 2023 |
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| Sri Lanka | Unklar | Die Liste psychotroper Stoffe im srilankischen Gesetz Nr. 1 von 2008, das die UN-Konvention von 1971 umsetzt, nennt Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht. Die Anhänge der Poisons, Opium and Dangerous Drugs Ordinance und ihre Änderung von 2022 waren für uns nicht im Wortlaut abrufbar. Rechtsgrundlage: Gesetz Nr. 1 von 2008 zur Umsetzung der UN-Konvention gegen den unerlaubten Verkehr mit Suchtstoffen (Convention against Illicit Traffic in Narcotic Drugs and Psychotropic Substances Act), Fourth Schedule | Beleg: amtliche Quelle |
| Südkorea | Unklar | In der geltenden Durchführungsverordnung zum südkoreanischen Betäubungsmittelgesetz (in Kraft seit 2. Oktober 2026) kommen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure in keiner Anlage mit Betäubungsmitteln oder psychotropen Stoffen vor. Offen ist die gesondert geführte Liste vorläufig kontrollierter Stoffe (임시마약류), die die Arzneimittelbehörde per Bekanntmachung ergänzt; sie war für uns nicht abrufbar. Rechtsgrundlage: Durchführungsverordnung zum Gesetz über die Kontrolle von Betäubungsmitteln (마약류 관리에 관한 법률 시행령, Präsidialerlass Nr. 36728, in Kraft seit 2. Oktober 2026), Anlagen 1 bis 8 |
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| Tadschikistan | Unklar | Die nationale Liste der Betäubungsmittel, psychotropen Stoffe und Prekursoren Tadschikistans (Regierungsbeschluss Nr. 121 vom 27. Februar 2020) war für uns nicht im Wortlaut abrufbar, deshalb ist offen, ob Fliegenpilz, Muscimol oder Ibotensäure darauf stehen. Rechtsgrundlage: Regierungsbeschluss Nr. 87 vom 2. März 2023 zur Änderung des Beschlusses Nr. 121 vom 27. Februar 2020 über die nationale Liste der Betäubungsmittel, psychotropen Stoffe und Prekursoren | Beleg: Sekundärquelle |
| Taiwan | Unklar | Für Taiwan konnten wir die vier Anlagen mit den Drogenklassen nach dem Gesetz zur Verhütung von Drogenschäden nicht lesen, weil die amtlichen Dateien nicht als Text abrufbar waren. In der jüngsten Änderung dieser Liste vom Juni 2026, die Etomidat und verwandte Stoffe betrifft, kommen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht vor. Rechtsgrundlage: Gesetz zur Verhütung von Drogenschäden (毒品危害防制條例, zuletzt geändert am 4. Mai 2022), Art. 2; Änderung der Drogenklassen im Amtsblatt des Exekutiv-Yuans vom 26. Juni 2026 |
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| Thailand | Nicht als Droge kontrolliert | In Thailand stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den Tabellen der kontrollierten Betäubungsmittel (Stand 15. September 2025) und der psychotropen Stoffe (Stand 18. September 2026), die die Arzneimittelbehörde zum Betäubungsmittelgesetzbuch von 2021 veröffentlicht. Einziger gelisteter Pilz ist Psilocybe cubensis; eine Auffangregel für neue psychoaktive Stoffe enthalten die Listen nicht. Rechtsgrundlage: Tabellen der Thai FDA zu Betäubungsmitteln (Stand 15. September 2025) und psychotropen Stoffen (Stand 18. September 2026) nach dem Betäubungsmittelgesetzbuch B.E. 2564 (ประมวลกฎหมายยาเสพติด); Bekanntmachung zur Kategorie 5 von 2020 |
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| Turkmenistan | Unklar | Für Turkmenistan haben wir die Betäubungsmittelliste noch nicht anhand einer amtlichen Quelle prüfen können. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Usbekistan | Unklar | Die usbekischen Listen der kontrollierten Betäubungsmittel und psychotropen Stoffe waren für uns nicht im Wortlaut abrufbar, deshalb ist offen, ob Fliegenpilz, Muscimol oder Ibotensäure darauf stehen. Rechtsgrundlage: Kabinettsbeschluss Nr. 330 vom 12. November 2015 über Ein-, Aus- und Durchfuhr von Betäubungsmitteln, psychotropen Stoffen und Prekursoren und die Kontrolle ihres Verkehrs, Fassung vom 9. Juni 2022 | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Vietnam | Unklar | Vietnam hat seine Listen der Betäubungsmittel und Vorläuferstoffe mit dem Dekret Nr. 28/2026/NĐ-CP neu gefasst, das am 19. Januar 2026 in Kraft trat. Die Stofflisten im Anhang konnten wir nicht im Wortlaut lesen, deshalb wissen wir nicht, ob Fliegenpilz, Muscimol oder Ibotensäure darin stehen. Rechtsgrundlage: Dekret Nr. 28/2026/NĐ-CP über die Listen der Betäubungsmittel und Vorläuferstoffe (Nghị định quy định các danh mục chất ma túy và tiền chất), in Kraft seit 19. Januar 2026 |
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Naher Osten und Nordafrika 19 Länder: 2 als droge kontrolliert, 1 verkauf zum konsum verboten, 5 nicht als droge kontrolliert, 11 unklar
| Land | Einordnung | Was gilt | Quelle |
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| Ägypten | Unklar | Ägypten hat die Tabellen seines Betäubungsmittelgesetzes im Februar 2026 per Beschluss des Gesundheitsministers neu erlassen, nachdem das Oberste Verfassungsgericht die früheren Tabellenänderungen der Arzneimittelbehörde für verfassungswidrig erklärt hatte. Der Wortlaut der neuen Tabellen war für uns nicht abrufbar, deshalb ist offen, ob Fliegenpilz, Muscimol oder Ibotensäure darin stehen. |
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| Algerien | Unklar | In den algerischen Tabellen I, II und IV der Liste der Betäubungsmittel, psychotropen Stoffe und Vorläuferstoffe (Fassung vom 14. Februar 2024) kommen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht vor, Psilocybin und Psilocin dagegen schon. Tabelle III war in dieser Veröffentlichung nicht abgedruckt, deshalb bleibt die Einstufung offen. Rechtsgrundlage: Erlass vom 28. Februar 2022 über die Einstufung von Pflanzen und Stoffen als Betäubungsmittel, psychotrope Stoffe oder Vorläuferstoffe, geändert durch Erlass vom 14. Februar 2024 (JORADP Nr. 37 vom 5. Juni 2024), Tabellen I, II und IV | Beleg: amtliche Quelle |
| Bahrain | Unklar | Das bahrainische Betäubungsmittelgesetz von 2007 erfasst nur Stoffe und Pflanzen, die in seinen Tabellen stehen, ein pauschales Verbot nicht gelisteter Stoffe kennt es nicht. Die Grundtabellen, darunter die Pflanzentabelle, waren für uns nicht abrufbar; in den lesbaren Teilen der Änderungsbeschlüsse von 2016 und 2020 kommen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht vor. Rechtsgrundlage: Gesetz Nr. 15 vom 10. August 2007 über Betäubungsmittel und psychotrope Stoffe (قانون رقم 15 لسنة 2007), Art. 1, 3 und 4; Änderungsbeschlüsse Nr. 39/2016, Nr. 11/2020 und Nr. 14/2020 |
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| Irak | Nicht als Droge kontrolliert | Im Irak stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den Tabellen des Gesetzes Nr. 50 von 2017 über Betäubungsmittel und psychotrope Stoffe, Psilocybin dagegen schon. Das Gesetz erfasst nur gelistete Stoffe und kennt kein pauschales Verbot neuer psychoaktiver Stoffe. Geprüft haben wir die Fassung im Amtsblatt vom 8. Mai 2017, spätere Tabellenänderungen des Gesundheitsministers nicht. Rechtsgrundlage: Gesetz Nr. 50 von 2017 über Betäubungsmittel und psychotrope Stoffe (قانون المخدرات والمؤثرات العقلية رقم 50 لسنة 2017), Art. 1 und 49 mit den Tabellen 1 bis 11 | Beleg: amtliche Quelle |
| Iran | Unklar | Die geltende iranische Liste der Betäubungsmittel und psychotropen Stoffe war für uns nicht im Wortlaut abrufbar. Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure stehen nicht in den UN-Suchtstoffkonventionen; ob das iranische Recht darüber hinausgeht, ist offen. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Israel | Nicht als Droge kontrolliert | In Israel stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in der Ersten Anlage der Betäubungsmittelverordnung, geprüft in der Fassung mit Änderungen bis Juli 2018. Neue psychoaktive Stoffe verbietet Israel nur einzeln: Das Gesetz von 2013 über gefährliche Stoffe greift erst, wenn das Gesundheitsministerium einen bestimmten Stoff vom Vertrieb ausschließt, und in den geprüften Erklärungen fehlt der Fliegenpilz. Rechtsgrundlage: Betäubungsmittelverordnung, Neufassung 1973 (Dangerous Drugs Ordinance [New Version]), Erste Anlage, Stand Juli 2018; Gesetz zur Bekämpfung des Gebrauchs gefährlicher Stoffe von 2013 |
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| Jemen | Unklar | Das jemenitische Gesetz Nr. 3 von 1993 über Betäubungsmittel und psychotrope Stoffe erfasst nur Stoffe und Pflanzen, die in seinen Tabellen stehen; die Pflanzentabelle ist ausdrücklich abschließend. Die Tabellen selbst waren für uns nicht abrufbar, deshalb ist offen, ob Fliegenpilz, Muscimol oder Ibotensäure darin stehen. Rechtsgrundlage: Gesetz Nr. 3 von 1993 über die Bekämpfung des illegalen Handels mit und Gebrauchs von Betäubungsmitteln und psychotropen Stoffen (قانون مكافحة الاتجار والاستعمال غير المشروعين للمخدرات والمؤثرات العقلية), Art. 1, 6 und 34 | Beleg: Sekundärquelle |
| Jordanien | Verkauf zum Konsum verboten | Das jordanische Betäubungsmittelgesetz von 2016 bestraft in Art. 14 auch Besitz und Konsum nicht gelisteter Stoffe oder Pflanzen, wenn sie zur Berauschung dienen, und mit höherer Strafe den Umgang damit zu Handelszwecken. Ob Fliegenpilz, Muscimol oder Ibotensäure selbst in den Tabellen stehen, konnten wir nicht prüfen, weil die Tabellen in der veröffentlichten Gesetzesfassung fehlen. Rechtsgrundlage: Gesetz Nr. 23 von 2016 über Betäubungsmittel und psychotrope Stoffe (قانون المخدرات والمؤثرات العقلية رقم 23 لسنة 2016), geändert durch Gesetz Nr. 24 von 2021, Art. 14 Abs. a und b |
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| Katar | Unklar | Die vollständigen geltenden Tabellen des katarischen Betäubungsmittelgesetzes Nr. 9 von 1987 waren für uns nicht im Wortlaut abrufbar. In einer Tabellenänderung von 1988 und im Reiseleitfaden des Gesundheitsministeriums kommen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht vor, das reicht für eine Einstufung aber nicht. Rechtsgrundlage: Ministerbeschluss Nr. 3/1988 zur Änderung der Tabellen des Gesetzes Nr. 9 von 1987 über Betäubungsmittel und gefährliche psychotrope Stoffe |
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| Kuwait | Unklar | Kuwait hat im November 2025 mit dem Dekretgesetz Nr. 59 von 2025 ein neues Drogengesetz erlassen, das die Gesetze von 1983 und 1987 ablöst; verbotene Pflanzen stehen dort in Tabelle 5. Die Tabellen des neuen Gesetzes waren für uns nicht abrufbar, deshalb ist offen, ob Fliegenpilz, Muscimol oder Ibotensäure darin stehen. |
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| Libanon | Nicht als Droge kontrolliert | Im Libanon stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den vier Tabellen des Gesetzes Nr. 673 von 1998 über Betäubungsmittel, psychotrope Stoffe und Vorläuferstoffe; die Tabellen übernehmen die Listen der UN-Konventionen. Geprüft haben wir die vom Gesundheitsministerium veröffentlichte Fassung von 1998, spätere Änderungen per Dekret nicht. Rechtsgrundlage: Gesetz Nr. 673 vom 16. März 1998 über Betäubungsmittel, psychotrope Stoffe und Vorläuferstoffe (قانون المخدرات والمؤثرات العقلية والسلائف رقم 673), Art. 2, 5, 7 und Tabellen 1 bis 4 | Beleg: amtliche Quelle |
| Libyen | Nicht als Droge kontrolliert | In Libyen stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den Tabellen des Betäubungsmittelgesetzes Nr. 7 von 1990 in der Fassung von 2001; die Pflanzentabelle nennt nur Cannabis, Mohnarten, Koka und Khat, Psilocybin und Psilocin stehen bei den psychotropen Stoffen. Geprüft haben wir eine inoffizielle Abschrift, spätere Ergänzungen per Beschluss nicht. Rechtsgrundlage: Gesetz Nr. 7 von 1990 über Betäubungsmittel und psychotrope Stoffe (القانون رقم 7 لسنة 1990 بشأن المخدرات والمؤثرات العقلية), geändert durch Gesetz Nr. 23 von 2001, Tabellen 1 bis 7 |
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| Marokko | Unklar | Die geltende marokkanische Liste der Betäubungsmittel (Tableau B) war für uns nicht im Wortlaut abrufbar. Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure stehen nicht in den UN-Suchtstoffkonventionen; ob das marokkanische Recht darüber hinausgeht, ist offen. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Oman | Nicht als Droge kontrolliert | In Oman stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den Tabellen des Gesetzes zur Bekämpfung von Betäubungsmitteln und psychotropen Stoffen (Fassung mit Änderungen bis 2023, Psychotropen-Tabellen von 2020); die Pflanzentabelle nennt nur Cannabis, Schlafmohn, Koka und Khat, Psilocybin steht bei den Halluzinogenen. Ein pauschales Verbot neuer psychoaktiver Stoffe enthält das Gesetz nicht. Rechtsgrundlage: Gesetz zur Bekämpfung von Betäubungsmitteln und psychotropen Stoffen (قانون مكافحة المخدرات والمؤثرات العقلية, Königlicher Erlass Nr. 17/99), geändert 2015 und 2023; Psychotropen-Tabellen nach Ministerbeschluss Nr. 131/2020 |
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| Palästina | Unklar | Das palästinensische Dekret-Gesetz Nr. 18 von 2015 erfasst Stoffe aus den vom Gesundheitsministerium anerkannten internationalen Listen, und das Ministerium ergänzt sie per Anweisung um einzelne Stoffe. Die geprüften Anweisungen Nr. 1 und Nr. 3 von 2019 nennen nur synthetische Stoffe, keinen Fliegenpilz, kein Muscimol und keine Ibotensäure; weitere Anweisungen haben wir nicht gefunden, deshalb bleibt die Einstufung offen. Rechtsgrundlage: Dekret-Gesetz Nr. 18 von 2015 über die Bekämpfung von Betäubungsmitteln und psychotropen Stoffen (قرار بقانون رقم 18 لسنة 2015), Art. 1 und 48; Anweisungen des Gesundheitsministeriums Nr. 1 und Nr. 3 von 2019 über die Tabellen |
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| Saudi-Arabien | Als Droge kontrolliert | In Saudi-Arabien steht der Fliegenpilz samt den anderen Arten der Gattung Amanita in Tabelle 4 des Drogengesetzes, der Liste verbotener Pflanzen und Samen, die jeden Pflanzenteil in jeder Form erfasst. Als Wirkstoff nennt der Eintrag Muscarin; Muscimol und Ibotensäure werden nicht genannt. Geprüft haben wir die am 22. November 2024 veröffentlichte Fassung der Tabellen. Rechtsgrundlage: Gesetz zur Bekämpfung von Betäubungsmitteln und psychotropen Stoffen (نظام مكافحة المخدرات والمؤثرات العقلية), Tabellen in der Fassung vom 22. November 2024 (Umm al-Qura Nr. 5057), Tabelle 4 Nr. 11 und Tabelle 2 Kategorie E Nr. 21 |
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| Syrien | Unklar | Die geltende syrische Betäubungsmittelliste war für uns nicht im Wortlaut abrufbar. Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure stehen nicht in den UN-Suchtstoffkonventionen; ob das syrische Recht darüber hinausgeht, ist offen. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Tunesien | Unklar | Das tunesische Betäubungsmittelgesetz Nr. 92-52 vom 18. Mai 1992 erfasst die Stoffe und Pflanzen, die in der beigefügten Tabelle B stehen; diese Tabelle war für uns nicht im Wortlaut abrufbar. Ob Fliegenpilz, Muscimol oder Ibotensäure darin stehen, ist deshalb offen. Rechtsgrundlage: Gesetz Nr. 92-52 vom 18. Mai 1992 über Betäubungsmittel (Loi n° 92-52 relative aux stupéfiants), Art. 1 bis 3 | Beleg: Sekundärquelle |
| Vereinigte Arabische Emirate | Als Droge kontrolliert seit 2. Januar 2022 | In den Vereinigten Arabischen Emiraten steht der Fliegenpilz ausdrücklich im Drogengesetz, und zwar in der Liste der Pflanzen, deren Anbau und Besitz verboten ist. Der Eintrag „Amanita sp. mushrooms“ erfasst die ganze Gattung; Muscimol und Ibotensäure sind nicht einzeln genannt. In dieser Form gilt das seit dem 2. Januar 2022. Rechtsgrundlage: Bundesdekretgesetz Nr. 30 von 2021 zur Bekämpfung von Betäubungsmitteln und psychotropen Stoffen (Federal Decree-Law No. 30 of 2021), Tabelle 4 Abschnitt 2 Nr. 11 (verbotene Pflanzen) und Tabelle 10 (Strafrahmen) |
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Afrika südlich der Sahara 49 Länder: 1 verkauf zum konsum verboten, 12 nicht als droge kontrolliert, 36 unklar
| Land | Einordnung | Was gilt | Quelle |
|---|---|---|---|
| Angola | Nicht als Droge kontrolliert | In Angola stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den Tabellen des Betäubungsmittelgesetzes von 1999 (geprüft in der beschlossenen Fassung ohne vermerkte Änderungen). Das Gesetz schreibt vor, die Tabellen nach den Beschlüssen der UN-Gremien zu aktualisieren, und in den UN-Listen kommen die Stoffe nicht vor. Rechtsgrundlage: Gesetz über Handel und Konsum von Betäubungsmitteln, psychotropen Stoffen und Grundstoffen (Lei n.º 3/99), Tabellen I-A bis VI und Art. 2 Abs. 2 | Beleg: Sekundärquelle |
| Äquatorialguinea | Unklar | Für Äquatorialguinea haben wir die nationale Drogenliste noch nicht im Wortlaut prüfen können. Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure stehen nicht in den UN-Tabellen von 1961 und 1971; ob das Land darüber hinaus eigene Listen führt, ist offen. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Äthiopien | Unklar | Für Äthiopien haben wir keine öffentlich lesbare nationale Liste der Betäubungsmittel und psychotropen Stoffe gefunden. Die geprüfte Richtlinie der Arzneimittelbehörde EFDA von 2025 regelt nur den Umgang mit Arzneimitteln dieser Gruppen; Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure kommen darin nicht vor. Rechtsgrundlage: Richtlinie der äthiopischen Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde zur Kontrolle von Betäubungs- und psychotropen Arzneimitteln (Narcotic and Psychotropic Medicine Control Directive No. 1121/2025) |
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| Benin | Unklar | Benins Drogengesetz von 1997 verweist auf die UN-Konventionen, die verbindlichen Tabellen legt aber der Gesundheitsminister per Erlass fest. Diese Erlasse waren nicht auffindbar, deshalb ist offen, ob Fliegenpilz, Muscimol oder Ibotensäure gelistet sind. Rechtsgrundlage: Gesetz Nr. 97-025 vom 18. Juli 1997 über die Kontrolle von Drogen und Grundstoffen (Loi n° 97-025 sur le contrôle des drogues et des précurseurs), Art. 2, 3 und 6 | Beleg: Sekundärquelle |
| Botswana | Unklar | In Botswana hat der Medicines and Related Substances Act 2013 das frühere Drogengesetz abgelöst. Betäubungsmittel und psychotrope Stoffe knüpft er an die UN-Listen, verbotene Stoffe erklärt aber der Minister per Order, und weitere Listen werden per Verordnung festgelegt. Diese Texte waren nicht auffindbar, deshalb ist offen, ob Wirkstoffe des Fliegenpilzes erfasst sind. Rechtsgrundlage: Gesetz über Arzneimittel und verwandte Stoffe (Medicines and Related Substances Act, 2013), Section 38 und Definition „prohibited substance“ |
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| Burkina Faso | Unklar | Für Burkina Faso haben wir die nationale Drogenliste noch nicht im Wortlaut prüfen können. Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure stehen nicht in den UN-Tabellen von 1961 und 1971; ob das Land darüber hinaus eigene Listen führt, ist offen. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Burundi | Unklar | Für Burundi haben wir die Rechtslage noch nicht prüfen können. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Cabo Verde | Unklar | Kap Verdes Drogengesetz von 1993 wird noch angewandt, etwa 2023 vom Verfassungsgericht, seine Tabellen waren für uns aber nicht im Wortlaut auffindbar. Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure stehen nicht in den UN-Tabellen; ob die kapverdischen Tabellen davon abweichen, ist offen. |
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| Demokratische Republik Kongo | Unklar | Für die Demokratische Republik Kongo haben wir die nationale Drogenliste noch nicht im Wortlaut prüfen können. Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure stehen nicht in den UN-Tabellen von 1961 und 1971; ob das Land darüber hinaus eigene Listen führt, ist offen. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Dschibuti | Unklar | Für Dschibuti haben wir die Rechtslage noch nicht prüfen können. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Elfenbeinküste | Unklar | Das ivorische Drogengesetz von 2022 übernimmt die aktuellen UN-Tabellen, in denen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht vorkommen, und erlaubt nationale Zusätze per Ministerialerlass. Zugleich stuft Artikel 2 alle anderen gesundheitsgefährlichen Pflanzen und Stoffe als Betäubungsmittel oder psychotrope Stoffe ein. Ob diese Klausel ohne Erlass greift und ob es solche Erlasse gibt, ist offen. Rechtsgrundlage: Gesetz Nr. 2022-407 über die Bekämpfung des illegalen Handels und Gebrauchs von Betäubungsmitteln, psychotropen Stoffen und Grundstoffen (Loi n° 2022-407), Journal officiel Nr. 53 vom 4. Juli 2022, Art. 1, 2, 45 und 46 | Beleg: amtliche Quelle |
| Eritrea | Unklar | Für Eritrea haben wir die Rechtslage noch nicht prüfen können. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Eswatini | Unklar | Eswatinis Opium and Habit-forming Drugs Act von 1922 nennt nur klassische Betäubungsmittel wie Opium, Kokain, Morphin, Heroin und Cannabis. Der Gesundheitsminister kann weitere Stoffe per Bekanntmachung zu Suchtmitteln erklären; solche Bekanntmachungen haben wir nicht gefunden, deshalb bleibt offen, ob Wirkstoffe des Fliegenpilzes erfasst sind. Rechtsgrundlage: Gesetz über Opium und suchterzeugende Drogen (Opium and Habit-forming Drugs Act, 1922, Act 37 of 1922), Section 15(1) und 15(2), konsolidiert zum 1. Dezember 1998 |
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| Gabun | Unklar | Für Gabun haben wir die nationale Drogenliste noch nicht im Wortlaut prüfen können. Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure stehen nicht in den UN-Tabellen von 1961 und 1971; ob das Land darüber hinaus eigene Listen führt, ist offen. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Gambia | Unklar | Für Gambia haben wir die nationale Drogenliste noch nicht im Wortlaut prüfen können. Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure stehen nicht in den UN-Tabellen von 1961 und 1971; ob das Land darüber hinaus eigene Listen führt, ist offen. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Ghana | Unklar | Ghana regelt Drogen im Narcotics Control Commission Act von 2020, dessen Seventh Schedule psychotrope Stoffe natürlichen Ursprungs auflistet; der Wortlaut dieser Liste war für uns nicht abrufbar. Die Arzneimittelbehörde knüpft kontrollierte Stoffe an die UN-Konventionen, in denen Muscimol und Ibotensäure nicht vorkommen. Ob das nationale Recht den Fliegenpilz erfasst, ist offen. Rechtsgrundlage: Leitlinie der Food and Drugs Authority Ghana zu kontrollierten Stoffen (FDA/DRI/TSA/GL-SSCS/2020/07) |
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| Guinea | Unklar | Für Guinea haben wir die nationale Drogenliste noch nicht im Wortlaut prüfen können. Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure stehen nicht in den UN-Tabellen von 1961 und 1971; ob das Land darüber hinaus eigene Listen führt, ist offen. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Guinea-Bissau | Nicht als Droge kontrolliert | In Guinea-Bissau stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den Tabellen I bis IV des Drogengesetzes, geprüft in der Fassung von 1993. Genannt sind dort Psilocybin und Psilocin, aber keine Wirkstoffe des Fliegenpilzes. Rechtsgrundlage: Gesetzesdekret über Betäubungsmittel (Decreto-Lei n.º 2-B/93 vom 28. Oktober 1993), Art. 1 und Tabellen I bis IV | Beleg: Sekundärquelle |
| Kamerun | Unklar | Kameruns Drogengesetz war für uns nicht im Wortlaut auffindbar. Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure stehen nicht in den UN-Tabellen von 1961 und 1971; ob Kamerun eigene Listen führt, ist offen. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Kenia | Nicht als Droge kontrolliert | In Kenia stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den Listen des Narcotic Drugs and Psychotropic Substances (Control) Act von 1994, geprüft in der Fassung von 2017 und im Abdruck vom 29. Januar 2024. Die psychotropen Stoffe umfassen etwa Psilocybin und Psilocin, die verbotenen Pflanzen nur Cannabis, Koka und zwei Mohnarten; ein pauschales Verbot neuer psychoaktiver Stoffe gibt es nicht. Rechtsgrundlage: Gesetz über Betäubungsmittel und psychotrope Stoffe (Narcotic Drugs and Psychotropic Substances (Control) Act, No. 4 of 1994, Cap. 245), First bis Third Schedule |
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| Komoren | Unklar | Für die Komoren haben wir die Rechtslage noch nicht prüfen können. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Lesotho | Unklar | Lesotho regelt Drogen im Drugs of Abuse Act 2008, der Stoffe in drei Risikolisten einteilt und eine Analog-Definition enthält. Die Listen waren im verfügbaren Text nur verstümmelt lesbar, deshalb ist offen, ob Wirkstoffe des Fliegenpilzes erfasst sind. Rechtsgrundlage: Gesetz über Missbrauchsdrogen (Drugs of Abuse Act, Act No. 5 of 2008, Government Gazette Nr. 34 vom 27. Mai 2008), Definitionen sowie s. 6 und s. 108 |
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| Liberia | Unklar | Liberias Controlled Drugs and Substances Act 2014 bestimmt kontrollierte Stoffe über Listen im Anhang, die nach den UN-Konventionen aufgestellt sind und die der Gesundheitsminister ändern kann. Der Anhang war für uns nicht lesbar, und eine 2023 beschlossene Neufassung haben wir nicht geprüft; deshalb bleibt die Einstufung offen, obwohl Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure in den UN-Listen nicht vorkommen. Rechtsgrundlage: Gesetz über kontrollierte Drogen und Stoffe (Controlled Drugs and Substances Act, 2014, beschlossen am 17. Oktober 2014), Gesetzestext ohne Anhang |
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| Madagaskar | Unklar | Madagaskars Drogengesetz von 1997 legt die Stofftabellen nicht selbst fest, sondern überlässt sie Erlassen des Gesundheitsministers. Diese Erlasse haben wir nicht gefunden, deshalb ist offen, ob Fliegenpilz, Muscimol oder Ibotensäure gelistet sind. Rechtsgrundlage: Gesetz Nr. 97-039 vom 4. November 1997 über die Kontrolle von Betäubungsmitteln, psychotropen Stoffen und Grundstoffen (Loi n° 97-039), Art. 2, 6 und 91 | Beleg: amtliche Quelle |
| Malawi | Unklar | Malawis Dangerous Drugs Act erfasst nur klassische Betäubungsmittel wie Opium, Koka, Cannabis und Morphin; Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure kommen darin nicht vor, Psilocybin aber ebenso wenig. Wo Malawi die psychotropen Stoffe der UN-Konvention von 1971 auflistet, haben wir nicht ermittelt, deshalb bleibt die Einstufung offen. Rechtsgrundlage: Gesetz über gefährliche Drogen (Dangerous Drugs Act, Cap. 35:02), Fassung vom 31. Dezember 2014 (Fifth Revised Edition, L.R.O. 1/2018) | Beleg: amtliche Quelle |
| Mali | Unklar | Malis Drogengesetz von 2001 liegt uns nur als Scan ohne lesbaren Text vor, deshalb ist offen, wie die Stofftabellen bestimmt werden. Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure stehen nicht in den UN-Tabellen. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Mauretanien | Unklar | Für Mauretanien haben wir die nationale Drogenliste noch nicht im Wortlaut prüfen können. Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure stehen nicht in den UN-Tabellen von 1961 und 1971; ob das Land darüber hinaus eigene Listen führt, ist offen. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Mauritius | Nicht als Droge kontrolliert | Auf Mauritius stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den Listen des Dangerous Drugs Act 2000, die zuletzt 2019 ergänzt wurden; Psilocybin und Psilocin sind dagegen gelistet. Das Gesetz bestimmt gefährliche Drogen allein über seine Anhänge, ein pauschales Verbot neuer psychoaktiver Stoffe enthält es nicht. Rechtsgrundlage: Gesetz über gefährliche Drogen (Dangerous Drugs Act 2000, Act No. 41 of 2000), Schedules I bis V, zuletzt geändert durch GN No. 93 of 2019 |
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| Mosambik | Unklar | Die Tabellen des mosambikanischen Drogengesetzes waren für uns nicht im Wortlaut auffindbar. Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure stehen nicht in den UN-Tabellen von 1961 und 1971; ob Mosambik darüber hinaus eigene Einträge führt, ist offen. |
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| Namibia | Nicht als Droge kontrolliert | In Namibia stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht im Anhang des fortgeltenden Abuse of Dependence-producing Substances and Rehabilitation Centres Act von 1971, dessen Liste zuletzt 1977 geändert wurde. Die verbotenen Stoffe umfassen etwa Psilocybin, Psilocin und Bufotenin; ein pauschales Verbot neuer psychoaktiver Stoffe gibt es nicht. Rechtsgrundlage: Gesetz über den Missbrauch abhängig machender Stoffe und Rehabilitationszentren (Abuse of Dependence-producing Substances and Rehabilitation Centres Act 41 of 1971), Schedule Parts I bis III | Beleg: amtliche Quelle |
| Niger | Unklar | Nigers Drogenverordnung von 1999 übernimmt in ihren Tabellen die UN-Listen von 1961, 1971 und 1988, in denen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht vorkommen. Artikel 2 erfasst aber zusätzlich alle anderen gesundheitsgefährlichen Pflanzen und Stoffe, und weitere Stoffe kann der Gesundheitsminister per Erlass eintragen; solche Erlasse haben wir nicht geprüft, deshalb bleibt die Einstufung offen. Rechtsgrundlage: Verordnung Nr. 99-42 vom 23. September 1999 über die Drogenbekämpfung (Ordonnance n° 99-42 relative à la lutte contre la drogue au Niger), Art. 1, 2, 6, 92 und Anhang | Beleg: Sekundärquelle |
| Nigeria | Nicht als Droge kontrolliert | Nigeria definiert Betäubungsmittel und psychotrope Stoffe im Gesetz über die Drogenbekämpfungsbehörde NDLEA (Fassung von 2004) direkt über die Tabellen der UN-Konventionen von 1961 und 1971. Weder dort noch in der Stoffliste des älteren Dangerous Drugs Act stehen Fliegenpilz, Muscimol oder Ibotensäure, und ein pauschales Verbot neuer psychoaktiver Stoffe haben wir nicht gefunden. Rechtsgrundlage: Gesetz über die nationale Drogenbekämpfungsbehörde (National Drug Law Enforcement Agency Act, Cap. N30, LFN 2004), Section 52; Gesetz über gefährliche Drogen (Dangerous Drugs Act, Cap. D1, LFN 2004) |
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| Republik Kongo | Unklar | Das neue Drogengesetz der Republik Kongo vom 22. August 2025 bestimmt die Tabellen über die Listen der UN-Konventionen, in denen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht vorkommen. Zugleich sollen auch alle anderen gesundheitsgefährdenden Pflanzen und Stoffe eingetragen werden, ohne dass geregelt ist, wer das tut. Ob der Fliegenpilz darunter fällt, ist offen. Rechtsgrundlage: Gesetz Nr. 30-2025 vom 22. August 2025 über die Bekämpfung von Drogen, psychotropen Stoffen und Grundstoffen (Loi n° 30-2025), Journal officiel Nr. 39-2025, Art. 2, 3, 85 und 86 | Beleg: amtliche Quelle |
| Ruanda | Nicht als Droge kontrolliert | In Ruanda stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in der Ministerialverordnung von 2019, die alle Betäubungsmittel und ihre Einstufung festlegt. Sie übernimmt die UN-Tabellen, darunter Psilocybin und Psilocin als „sehr schwere“ Betäubungsmittel, und ergänzt etwa Khat, Shisha und Datura; weitere Stoffe kann der Gesundheitsminister hinzufügen. Rechtsgrundlage: Ministerialverordnung Nr. 001/MoH/2019 vom 4. März 2019 über die Liste der Betäubungsmittel und ihre Einstufung (Official Gazette Nr. 10 vom 11. März 2019) | Beleg: amtliche Quelle |
| Sambia | Nicht als Droge kontrolliert | In Sambia stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den Anhängen des Narcotic Drugs and Psychotropic Substances Act 2021, der das Gesetz von 1993 ersetzt hat; Psilocybin und Psilocin sind dort gelistet. Eine Analog-Definition erfasst nicht gelistete Stoffe mit ähnlicher chemischer Struktur wie gelistete Drogen, ein pauschales Verbot neuer psychoaktiver Stoffe gibt es nicht. Rechtsgrundlage: Gesetz über Betäubungsmittel und psychotrope Stoffe (Narcotic Drugs and Psychotropic Substances Act, 2021, Act No. 35 of 2021), Second und Third Schedule; Controlled Substances Act, 2023 (Act No. 2 of 2023) |
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| São Tomé und Príncipe | Unklar | Für São Tomé und Príncipe haben wir die nationale Drogenliste noch nicht im Wortlaut prüfen können. Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure stehen nicht in den UN-Tabellen von 1961 und 1971; ob das Land darüber hinaus eigene Listen führt, ist offen. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Senegal | Unklar | Senegals Drogenkodex von 1997 überlässt die Liste der Betäubungsmittel, psychotropen Stoffe und Grundstoffe einem Dekret, das im selben Amtsblatt erschien. Das Amtsblatt liegt nur als Scan ohne lesbaren Text vor, deshalb ist offen, ob die Liste über die UN-Tabellen hinausgeht. |
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| Seychellen | Unklar | Die Seychellen regeln Drogen im Misuse of Drugs Act 2016, dessen erste Liste 2021 per Verordnung geändert wurde. Weder das Gesetz noch die Änderungsverordnung waren für uns im Wortlaut lesbar, deshalb ist offen, ob Wirkstoffe des Fliegenpilzes erfasst sind. |
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| Sierra Leone | Nicht als Droge kontrolliert | In Sierra Leone stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den Anhängen des National Drugs Control Act, geprüft in der Fassung von 2008; die Liste verbotener Drogen nennt etwa Psilocybin und Psilocin. Das Gesetz kennt eine Analog-Definition für Stoffe mit ähnlicher chemischer Struktur wie gelistete Drogen, aber kein pauschales Verbot neuer psychoaktiver Stoffe. Rechtsgrundlage: Gesetz über die nationale Drogenkontrolle (National Drugs Control Act, 2008, Act No. 10 of 2008, Gazette-Beilage vom 7. August 2008), First bis Fourth Schedule |
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| Simbabwe | Nicht als Droge kontrolliert | In Simbabwe stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht im Anhang des Dangerous Drugs Act (Fassung mit Änderungen bis 2017). Part I des Anhangs setzt die UN-Konventionen von 1961, 1971 und 1988 um, Part II nennt weitere verbotene Stoffe wie Psilocybin und Psilocin, aber keine Wirkstoffe des Fliegenpilzes. Rechtsgrundlage: Gesetz über gefährliche Drogen (Dangerous Drugs Act, Chapter 15:02, Stand 31. Dezember 2017), Section 14 und Schedule Parts I und II |
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| Somalia | Unklar | Für Somalia haben wir die Rechtslage noch nicht prüfen können. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Südafrika | Nicht als Droge kontrolliert | In Südafrika stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure weder im Drogenstrafrecht (Drugs and Drug Trafficking Act in der Fassung von 2022) noch in den Arzneimittel-Schedules des Medicines and Related Substances Act (Stand 2023 und 2025). Ein eigenes Gesetz gegen neue psychoaktive Stoffe gibt es nicht; Psilocybin und Psilocin sind dagegen ausdrücklich verboten. Rechtsgrundlage: Drugs and Drug Trafficking Act 140 of 1992, Schedule 2 in der Fassung des Amendment Act 14 of 2022; Medicines and Related Substances Act 101 of 1965, Schedules 0 bis 7 (Schedules 5 bis 7 Stand 1. August 2025) |
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| Sudan | Unklar | Für den Sudan haben wir die Rechtslage noch nicht prüfen können. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Südsudan | Unklar | Für den Südsudan haben wir die Rechtslage noch nicht prüfen können. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Tansania | Verkauf zum Konsum verboten | In Tansania stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den Listen des Drug Control and Enforcement Act 2015. Section 15(2) bedroht aber Herstellung, Besitz, Transport und Verkauf nicht gelisteter Stoffe, die nachweislich drogenähnliche Wirkungen haben, mit lebenslanger Freiheitsstrafe. Ob Fliegenpilz-Produkte darunter fallen, hängt vom Nachweis einer solchen Wirkung im Einzelfall ab. Rechtsgrundlage: Gesetz über Drogenkontrolle und Strafverfolgung (Drug Control and Enforcement Act, 2015, Cap. 95), Section 15(2), First und Second Schedule, konsolidierte Fassung von 2019 | Beleg: amtliche Quelle |
| Togo | Unklar | Togos Drogengesetz von 1998 übernimmt in seinen Tabellen die UN-Listen von 1961, 1971 und 1988, in denen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht vorkommen. Die Artikel 2 und 3 erfassen aber zusätzlich alle anderen gesundheitsgefährlichen Pflanzen und Stoffe, und der Gesundheitsminister kann per Erlass weitere eintragen; solche Erlasse haben wir nicht geprüft, deshalb bleibt die Einstufung offen. Rechtsgrundlage: Gesetz Nr. 98-008 vom 18. März 1998 über die Drogenkontrolle (Loi n° 98-008 portant contrôle des drogues), Art. 2, 3, 7, 95, 155 und Tabellen I bis IV im Anhang | Beleg: Sekundärquelle |
| Tschad | Unklar | Für den Tschad haben wir die nationale Drogenliste noch nicht im Wortlaut prüfen können. Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure stehen nicht in den UN-Tabellen von 1961 und 1971; ob das Land darüber hinaus eigene Listen führt, ist offen. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Uganda | Nicht als Droge kontrolliert | In Uganda stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den Anhängen des Narcotic Drugs and Psychotropic Substances (Control) Act 2024 (Fassung vom 23. Februar 2024). Das Gesetz bestimmt Betäubungsmittel und psychotrope Stoffe allein über seine Anhänge, als verbotene Pflanzen nennt es nur Cannabis, Khat, Koka und zwei Mohnarten, und eine Analog- oder NPS-Klausel gibt es nicht. Rechtsgrundlage: Gesetz zur Kontrolle von Betäubungsmitteln und psychotropen Stoffen (Narcotic Drugs and Psychotropic Substances (Control) Act, 2024, Act 2 of 2024), Schedules 2 bis 5 | Beleg: amtliche Quelle |
| Zentralafrikanische Republik | Unklar | Für die Zentralafrikanische Republik haben wir die nationale Drogenliste noch nicht im Wortlaut prüfen können. Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure stehen nicht in den UN-Tabellen von 1961 und 1971; ob das Land darüber hinaus eigene Listen führt, ist offen. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
Ozeanien 14 Länder: 2 als droge kontrolliert, 1 verkauf zum konsum verboten, 8 nicht als droge kontrolliert, 3 unklar
| Land | Einordnung | Was gilt | Quelle |
|---|---|---|---|
| Australien | Als Droge kontrolliert | In Australien stehen Muscimol und Ibotensäure in Schedule 9 des Poisons Standard, der Liste der verbotenen Stoffe. Muscimol ist dort spätestens seit 2011 gelistet, Ibotensäure seit dem 1. Februar 2024, ausdrücklich weil sie im Fliegenpilz vorkommt. Zusätzlich darf Amanita muscaria nach dem gemeinsamen Lebensmittelstandard mit Neuseeland nicht als Lebensmittel verkauft werden. Rechtsgrundlage: Poisons Standard (SUSMP), Fassung Oktober 2026, Schedule 9 „Prohibited substances“; Lebensmittelstandard Australien/Neuseeland (Food Standards Code), Standard 1.4.4 mit Schedule 23 „Prohibited plants and fungi“ Regionale Regeln: Der Poisons Standard wird über das Gift- und Arzneimittelrecht der Bundesstaaten und Territorien umgesetzt. Ob einzelne Staaten, etwa New South Wales oder Queensland, Muscimol oder Ibotensäure zusätzlich in ihren eigenen Drogenstrafgesetzen führen, haben wir nicht im Wortlaut geprüft. |
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| Fidschi | Nicht als Droge kontrolliert | In Fidschi stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht im Anhang des Illicit Drugs Control Act 2004, geprüft in der beschlossenen Fassung. Der Anhang übernimmt die UN-Listen von 1961 und 1971 und nennt einige weitere Stoffe wie Ketamin, Khat und GHB; eine Analogklausel oder ein pauschales Verbot neuer psychoaktiver Stoffe gibt es nicht. Rechtsgrundlage: Gesetz zur Kontrolle illegaler Drogen (Illicit Drugs Control Act 2004), Schedule 1 Parts 1 bis 8, beschlossene Fassung | Beleg: amtliche Quelle |
| Kiribati | Nicht als Droge kontrolliert | In Kiribati stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in der Dangerous Drugs Ordinance, geprüft in der Fassung von 1977 mit der Änderung von 2001. Sie erfasst Rohopium, Indischen Hanf, Kokablätter und seit 2002 Datura metel sowie klassische Betäubungsmittel wie Kokain, Morphin und Heroin; eine Liste psychotroper Stoffe nach der UN-Konvention von 1971 enthält sie nicht. Rechtsgrundlage: Verordnung über gefährliche Drogen (Dangerous Drugs Ordinance, Cap. 23, Revised Edition 1977), geändert durch Dangerous Drugs (Amendment) Act 2001 |
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| Marshallinseln | Unklar | Auf den Marshallinseln nennt das Betäubungsmittelgesetz von 1987 weder den Fliegenpilz noch Muscimol oder Ibotensäure. Es erfasst neben Opiaten und Koka aber ausdrücklich auch „drugs commonly known as and similar to LSD, MDA, and psilocybin“; ob Muscimol als psilocybinähnliche Droge darunter fällt, ist nicht geklärt. Rechtsgrundlage: Gesetz über das Verbot und die Kontrolle von Betäubungsmitteln (Narcotic Drugs (Prohibition and Control) Act 1987, 7 MIRC Ch. 9), § 902(1)(e), § 903 und § 909, Revised Code 2014 | Beleg: amtliche Quelle |
| Mikronesien | Nicht als Droge kontrolliert | In den Föderierten Staaten von Mikronesien stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den fünf Schedules des Bundesgesetzes über kontrollierte Stoffe; Schedule I nennt etwa Psilocybin, Psilocyn, Peyote und Marihuana. Die vier Bundesstaaten haben eigenes Recht, das wir nicht geprüft haben. Rechtsgrundlage: Gesetzbuch der Föderierten Staaten von Mikronesien (Code of the Federated States of Micronesia), Title 11, Chapter 11, §§ 1116 bis 1128 (Schedules I bis V) Regionale Regeln: Chuuk, Kosrae, Pohnpei und Yap haben eigene Gesetzbücher; deren Drogenlisten haben wir nicht geprüft. |
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| Nauru | Nicht als Droge kontrolliert | In Nauru stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht im Anhang des Illicit Drugs Control Act 2004 (geprüft in der beschlossenen Fassung), der die UN-Listen von 1961 und 1971 übernimmt und Ketamin, Khat und GHB ergänzt. Weitere Stoffe können per Verordnung bestimmt werden; eine Analogklausel gibt es nicht. Rechtsgrundlage: Gesetz zur Kontrolle illegaler Drogen (Illicit Drugs Control Act 2004), Section 3 und Schedule I, beschlossene Fassung | Beleg: amtliche Quelle |
| Neuseeland | Verkauf zum Konsum verboten | In Neuseeland fehlen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure im Betäubungsmittelgesetz von 1975. Der Psychoactive Substances Act 2013 erfasst aber jeden Stoff, der psychoaktiv wirken kann, und erlaubt den Verkauf nur für zugelassene Produkte; ausgenommen sind unter anderem pflanzliche Heilmittel, Nahrungsergänzungsmittel und übliche Lebensmittel. Zusätzlich verbietet der Lebensmittelstandard mit Australien Amanita-Arten als Lebensmittel. Rechtsgrundlage: Psychoactive Substances Act 2013, s. 9 (Begriff des psychoaktiven Stoffs, Ausnahmen in s. 9(3)); Misuse of Drugs Act 1975, Fassung vom 27. November 2025; Lebensmittelstandard Australien/Neuseeland, Schedule 23 |
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| Palau | Unklar | Für Palau haben wir das nationale Drogenrecht noch nicht prüfen können. In den UN-Drogenkonventionen von 1961 und 1971 stehen weder der Pilz noch seine beiden Wirkstoffe; eine nationale Regel ist damit weder belegt noch ausgeschlossen. | Beleg: kein amtlicher Beleg |
| Papua-Neuguinea | Unklar | Papua-Neuguinea hat 2021 einen Controlled Substances Act beschlossen, in dessen Anhängen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht stehen. Das Gesetz tritt erst durch Bekanntmachung im Gesetzblatt in Kraft, und ob das geschehen ist, konnten wir nicht feststellen; der ältere Dangerous Drugs Act war für uns nicht abrufbar. Rechtsgrundlage: Gesetz über kontrollierte Stoffe (Controlled Substances Act 2021, No. 26 of 2021), Schedules I bis VII; Dangerous Drugs (Amendment) Act 2021 (No. 20 of 2021) |
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| Salomonen | Nicht als Droge kontrolliert | Auf den Salomonen stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht im Dangerous Drugs Act, geprüft in der Fassung vom 1. Oktober 2009. Das Gesetz erfasst nur klassische Betäubungsmittel wie Opium, Morphin, Heroin, Kokain und Cannabis und enthält keine Liste psychotroper Stoffe nach der UN-Konvention von 1971. Rechtsgrundlage: Gesetz über gefährliche Drogen (Dangerous Drugs Act, Cap. 98), amtlicher Nachdruck, Stand 1. Oktober 2009 | Beleg: amtliche Quelle |
| Samoa | Nicht als Droge kontrolliert | In Samoa stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht in den Anhängen des Narcotics Act 1967 (amtliche Konsolidierung, Stand 31. Dezember 2023). Als verbotene Pilze nennt das Gesetz nur die Gattungen Conocybe, Panaeolus und Psilocybe; Psilocybin und Psilocin stehen in Klasse A. Rechtsgrundlage: Betäubungsmittelgesetz (Narcotics Act 1967, Stand 31. Dezember 2023), Section 2 (Definition „prohibited plant“) und First bis Third Schedule | Beleg: amtliche Quelle |
| Tonga | Nicht als Droge kontrolliert | In Tonga stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure weder im Anhang des Illicit Drugs Control Act 2003 noch in einem der Änderungsgesetze bis 2021. Seit 2020 erfasst das Gesetz zusätzlich chemische Analoga gelisteter Drogen; ein pauschales Verbot psychoaktiver Stoffe gibt es nicht. Rechtsgrundlage: Gesetz zur Kontrolle illegaler Drogen (Illicit Drugs Control Act 2003), Schedule 1 in der Fassung von Act 18 of 2012; Analogklausel nach Act 15 of 2020 |
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| Tuvalu | Nicht als Droge kontrolliert | In Tuvalu stehen Fliegenpilz, Muscimol und Ibotensäure nicht im Dangerous Drugs Act (Revised Edition 2022). Das Gesetz erfasst nur Betäubungsmittel nach der Single Convention von 1961 und Cannabis; psychotrope Stoffe nach der Konvention von 1971 nennt es nicht. Rechtsgrundlage: Gesetz über gefährliche Drogen (Dangerous Drugs Act, Cap. 10.10, Revised Edition 2022), Schedule 2 | Beleg: amtliche Quelle |
| Vanuatu | Als Droge kontrolliert | In Vanuatu steht Muscimol ausdrücklich auf der Liste der Stoffe, deren Einfuhr, Verkauf, Abgabe und Besitz das Gesetz über gefährliche Drogen verbietet (Fassung von 2006), ebenso Zubereitungen und Extrakte mit einem gelisteten Stoff in beliebiger Menge. Ibotensäure und der Fliegenpilz selbst sind nicht einzeln genannt. Verstöße können mit Geldstrafe, bis zu 20 Jahren Haft oder beidem bestraft werden. Rechtsgrundlage: Gesetz über gefährliche Drogen (Dangerous Drugs Act, Cap. 12, Consolidated Edition 2006), Section 2 Nr. 217 („Muscimol“) und Nr. 309 (Zubereitungen), Section 17 (Strafen) |
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Wie wir die Einordnung gemacht haben
Wir haben für jedes Land die geltenden Drogenlisten und Gesetze über neue psychoaktive Stoffe gesucht, möglichst in amtlichen Gesetzblättern und Gesetzesdatenbanken, und sie nach Amanita muscaria, Muscimol und Ibotensäure durchsucht, auch in der Landessprache. Wo das nicht ging, haben wir Mitteilungen von Behörden und Fachliteratur herangezogen und das in der Tabelle als „Sekundärquelle“ kenntlich gemacht. Bei manchen Ländern konnten wir nur eine ältere Fassung der Liste lesen. Steht ein Land auf „nicht als Droge kontrolliert“, heißt das: Die geprüfte Fassung nennt die Stoffe nicht. Spätere Änderungen sind dann nicht ausgeschlossen.
Diese Seite ist keine Rechtsberatung. Gesetze ändern sich, und gerade bei Muscimol haben sich in den letzten zwei Jahren viele Länder bewegt. Wer Fliegenpilz-Produkte in ein anderes Land mitnimmt oder dorthin bestellt, unterliegt dem Recht dieses Landes, oft auch dessen Einfuhrregeln. Wenn dir ein Fehler auffällt oder du eine amtliche Quelle für ein Land auf „unklar“ kennst, schreib uns, die Kontaktdaten stehen auf Über uns.
Unabhängig von der Rechtslage gilt: Der Fliegenpilz ist ein Giftpilz. Bei Verdacht auf eine Vergiftung sofort den Giftnotruf anrufen, in Deutschland zum Beispiel 030 19240 (Berlin). Was bei einer Vergiftung passiert, steht im Artikel Kann man Fliegenpilze essen?
Häufige Fragen
In welchen Ländern ist der Fliegenpilz verboten?
Als Droge kontrolliert sind der Pilz oder seine Wirkstoffe Muscimol und Ibotensäure unter anderem in den Niederlanden, Rumänien, Litauen, der Schweiz, Liechtenstein, Polen, Schweden, Frankreich, Monaco, der Republik Moldau, Australien, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Unter anderem in Großbritannien, Irland, Portugal, Spanien, Singapur und Neuseeland ist der Verkauf zum Konsum verboten. Die vollständige Liste mit Quellen steht in der Tabelle auf dieser Seite.
Ist der Fliegenpilz in Deutschland legal?
Er ist in Deutschland nicht als Droge kontrolliert: Weder der Pilz noch Muscimol oder Ibotensäure stehen im Betäubungsmittelgesetz oder im Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz, Besitz ist nicht strafbar. Als Lebensmittel darf er aber nicht verkauft werden.
Ist der Fliegenpilz in Österreich legal?
Muscimol, Ibotensäure und der Pilz stehen weder in der Suchtgiftverordnung noch in der Verordnung über neue psychoaktive Substanzen, auch nach der Änderung vom Juli 2026 nicht. Das EU-Lebensmittelrecht gilt trotzdem.
Ist der Fliegenpilz in der Schweiz verboten?
Muscimol, einer der Wirkstoffe des Fliegenpilzes, steht seit dem 15. Mai 2025 im Verzeichnis a der Betäubungsmittelverzeichnisverordnung. Ausgenommen sind nur industrielle und wissenschaftliche Verwendung. Liechtenstein hat zum selben Datum die gleiche Regel eingeführt.
Ist der Fliegenpilz in den Niederlanden legal?
Nein. Seit dem 1. Dezember 2008 stehen Fliegenpilz und Pantherpilz auf Liste II des niederländischen Opiumgesetzes. Besitz und Handel sind verboten.
Ist der Fliegenpilz in Frankreich und Spanien verboten?
In Frankreich sind Muscimol und Ibotensäure seit dem 11. Juli 2026 als psychotrope Stoffe eingestuft, Herstellung, Verkauf und Gebrauch sind verboten. In Spanien stehen Fliegenpilz und Pantherpilz seit dem 6. Mai 2004 auf der Liste giftiger Pflanzen, deren Verkauf an die Öffentlichkeit verboten ist. Im spanischen Betäubungsmittelrecht stehen sie nicht.
Ist der Fliegenpilz in den USA legal?
Auf Bundesebene steht er in keiner Liste des Controlled Substances Act. Die Lebensmittelbehörde FDA hat im Dezember 2024 aber festgestellt, dass Amanita muscaria, Muscimol und Ibotensäure in herkömmlichen Lebensmitteln nicht zugelassen sind. Louisiana verbietet Produkte zum Verzehr mit dem Pilz seit 2005 und mit Muscimol oder Ibotensäure seit dem 1. August 2025.
Warum verbieten immer mehr Länder Muscimol?
In den letzten Jahren tauchte Muscimol in Fruchtgummis, Schokolade und E-Zigaretten auf. Die schwedische Regierung und die Schweizer Arzneimittelbehörde Swissmedic begründen ihre Einstufung ausdrücklich mit solchen Produkten, die französische Arzneimittelbehörde ANSM nennt Süßigkeiten, Schokolade, E-Liquids und Harze.
Quellen
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- INCB: Yellow List, Suchtstoffe unter internationaler Kontrolle (EUDA-Bibliothek)
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- Albanien: Gesetz Nr. 8750 vom 26. März 2001, Fassung mit Änderungen 2011 und 2016 (PDF der Sonderstaatsanwaltschaft SPAK)
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- Argentinien: Anexo I zum Decreto 122/2026 (IF-2025-82581518-APN-DNPQ#MSG), Kopie bei CIRA
- Argentinien: Decreto 560/2019 mit Anexo I und Anexo II (chemische Gruppen), PDF der PROCUNAR (Ministerio Público Fiscal)
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- Armenien: Decision No. 1129-N of 21 August 2003, englische Übersetzung in der Fassung vom 12. April 2018 (translation-centre.am)
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- Aserbaidschan: Gesetz Nr. 1025-VIQD vom 21. November 2023, Mengenlisten I bis III (Betäubungsmittel, psychotrope Stoffe, Pflanzen), Milli Məclis
- Aserbaidschan: Gesetz Nr. 180-VQ vom 18. März 2016, Listen starkwirkender und giftiger Stoffe, Gesundheitsministerium
- Aserbaidschan: Gesetz Nr. 1026-VIQD vom 21. November 2023, neue Liste starkwirkender Stoffe, Milli Məclis
- Aserbaidschan: Gesetz Nr. 1024-VIQD vom 21. November 2023 zur Änderung des Gesetzes über den Verkehr mit Betäubungsmitteln, Milli Məclis
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- Grönland: Inatsisartutlov nr. 24 af 25. november 2022 om euforiserende stoffer, Nalunaarutit
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- Ukraine: Kabinettsbeschluss Nr. 770, Redaktion vom 17. April 2013 (Kopie in der Rechtsdatenbank kodeksy.com.ua)
- Ukraine: Gesundheitsministerium, undatierter Entwurf von Änderungen zum Beschluss Nr. 770 (Forschungszwecke)
- Ungarn: 78/2022. (XII. 28.) BM rendelet, Nationale Rechtsdatenbank NJT, Fassung vom 9. Oktober 2026
- Ungarn: TRIS-Notifizierung 2025/0595/HU (Änderung der Verordnung 78/2022, Oktober 2025)
- Ungarn: TRIS-Notifizierung 2025/0348/HU (Änderung der Verordnung 78/2022, Juli 2025)
- Ungarn: 4/2026. (II. 26.) BM rendelet (Änderung der Verordnung 78/2022)
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- Uruguay: Decreto 338/019 vom 11. November 2019 (Diario Oficial 6. Dezember 2019) mit Anexo I (nationale Liste), IMPO
- Uruguay: Diario Oficial vom 3. Oktober 2025, Bildfassung der Anhänge zu Decreto 198/025, IMPO
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- Vanuatu: Dangerous Drugs [Cap. 12], Consolidated Edition 2006 (Abdruck im staatlichen Handelsportal Vanuatus, Dateiname „Dangerous Drugs Act No. 25 of 2005“)
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- Venezuela: Ley Orgánica de Drogas, Gaceta Oficial Nr. 39.510 vom 15. September 2010 (Kopie beim Dienst Legiscomex)
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- Vereinigte Arabische Emirate: Federal Decree-Law No. 30 of 2021 on Combating Narcotics and Psychotropic Substances, englische Fassung, Amtsblatt Nr. 712 (Beilage) vom 26.9.2021
- Vereinigte Arabische Emirate: Tabelle 10 zum Decree-Law No. 30 of 2021 (Strafrahmen, Gruppe 2: Pflanzen aus Tabelle 4 Abschnitt 2), Regulation 506
- Vereinigte Arabische Emirate: Außenministerium der VAE: Annex to Travellers Guidelines, alphabetische Liste kontrollierter Stoffe (Nr. 258 „Psilocybe sp.& Amanita mushrooms“, Narcotic Schedule IV, Prohibited)
- Vereinigte Staaten: FDA, Constituent Update: FDA Alerts Industry and Consumers About the Use of Amanita muscaria or its Constituents in Food, 18. Dezember 2024
- Vereinigte Staaten: FDA, Scientific Memorandum: Regulatory status and review of available information pertaining to Amanita muscaria, 9. September 2024
- Vereinigtes Königreich: Psychoactive Substances Act 2016, Schedules
- Vereinigtes Königreich: Misuse of Drugs Act 1971, Schedule 2
- Vietnam: Nhân Dân, 21. Januar 2026: Ban hành Nghị định mới quy định danh mục các chất ma túy và tiền chất
- Vietnam: Nghị định 28/2026/NĐ-CP, Volltext ohne Stofflisten (atld.vn)
- Vietnam: Thư Viện Pháp Luật: Decree 28/2026/ND-CP, englische Fassung (nicht abrufbar)
- Ägypten: Masrawy, 23.2.2026: Generalstaatsanwalt zu Verfahren nach dem Urteil des Obersten Verfassungsgerichts vom 16.2.2026 und zum Ministerbeschluss Nr. 44/2026
- Ägypten: Maspero, 17.2.2026: Gesundheitsminister erlässt dringenden Beschluss zu Betäubungsmitteln (nicht abrufbar)
- Ägypten: Staatsrat, Fatwa Nr. 1256 von 2021 vom 23.8.2021 zur Zuständigkeit für Änderungen der Tabellen zu Gesetz 182/1960 (Manshurat)
- Äthiopien: EFDA: Narcotic and Psychotropic Medicine Control Directive No. 1121 (Tahsas 2018 äthiopischer Kalender, Dezember 2025)
- Äthiopien: EFDA: National Drug Control Master Plan 2017–2022, Einführungsseite
- Österreich: Suchtgiftverordnung, Anlage 5 (Stand 26. Februar 2025)
- Österreich: BGBl. II Nr. 180/2026, Änderung der Suchtgiftverordnung
- Österreich: NPSV § 1
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